FlixMobility erhält 650 Mio. US-Dollar von Investoren

Weitere Expansion in den USA, Portugal und Großbritannien geplant.

Perspektivisch sieht FlixMobility seinen stärksten Markt in den USA. (Foto: FlixMobility)
Perspektivisch sieht FlixMobility seinen stärksten Markt in den USA. (Foto: FlixMobility)
Claus Bünnagel

FlixMobility hat seine nächste Finanzierungsrunde abgeschlossen und mehr als 650 Millionen US-Dollar eingesammelt. Mit Canyon Partners hat der Bus- und Bahnanbieter zudem einen weiteren Partner für die globale Expansion in bestehenden und neuen Märkten gewonnen. Die neue Bewertung des Unternehmens von mehr als 3 Mrd. US-Dollar liegt deutlich über jener der letzten Finanzierungsrunde im Jahr 2019 und resultiert auch aus der Unterstützung bestehender Investoren wie General Atlantic, Permira, TCV, HV Capital, Blackrock, Baillie Gifford und Silver Lake. 

Mit der abgeschlossenen Finanzierung sind wir für zukünftige internationale Wachstums- und Expansionspläne mit FlixTrain und FlixBus gut aufgestellt. (Jochen Engert, Gründer und CEO von FlixMobility)

USA künftig größer Markt

Nach der Pandemie will sich FlixMobility vor allem auf weiteres Wachstum durch Expansion in neuen und bestehenden Märkten sowie den Ausbau des Zuggeschäfts vor allem in Deutschland und Schweden konzentrieren. Strategie ist es dabei, das größte Netzwerk in den USA, Großbritannien und Portugal anzubieten und die führende Position in der Türkei, Frankreich und Osteuropa weiter auszubauen. Darüber hinaus plant das Unternehmen bereits, nach einer pandemiebedingten Pause in neue Märkte zu expandieren. 

Wir gehen jetzt in die Offensive. Unser klares Ziel ist es, in allen Märkten, in denen wir präsent sind, Marktführer zu werden. Das gilt auch für junge Märkte wie Großbritannien und Portugal oder die USA, wo wir derzeit noch die Nummer zwei oder drei sind. Wir sehen die USA zukünftig als unseren größten Markt. Aber auch in großen europäischen Märkten werden wir nach der Pandemie unsere Marktposition stärken, um den Menschen wieder die Möglichkeit des Reisens zu geben. Um dies zu erreichen, muss jedes einzelne Land und auch die EU fairen Wettbewerb unterstützen und den fehlenden gleichberechtigten Zugang zu den europäischen Märkten angehen. (André Schwämmlein, Gründer und CEO von FlixMobility)

Intermodale Strategie

Im vergangenen Sommer startete der Mobilitätsanbieter seine ersten internationalen Verbindungen in die baltischen Länder und begann mit dem Aufbau nationaler Netze in Großbritannien und Portugal. Neben dem weltweiten FlixBus-Netzwerk in 36 Ländern betreibt FlixMobility seit 2018 auch Fernzüge mit FlixTrain. Aktuell bietet das Unternehmen bereits FlixTrain-Verbindungen in ganz Deutschland an. Passend zum Europäischen Jahr der Schiene startete FlixTrain Anfang Mai 2021 die ersten grünen Züge in Schweden. FlixMobility sieht die Zukunft des nachhaltigen Reisens im Zusammenspiel aus Fernzug und -bus und richtet die Strategie dementsprechend intermodal aus. 

Allein im Jahr 2019 sind 62 Mio. Fahrgäste mit uns gereist. (Schwämmlein)

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