Corona: Starke Einbrüche im Fernbusverkehr

Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sind die Fahrgastzahlen in diesem Segment um 70 % zurückgegangen.

Viele Fernbusanbieter, darunter FlixBus, mussten 2020 pandemiebedingt ihren Betrieb vorübergehend einstellen – mit dramatischen Auswirkungen auf die Fahrgastzahlen, wie die Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) jetzt belegen. (Foto: FlixBus)
Viele Fernbusanbieter, darunter FlixBus, mussten 2020 pandemiebedingt ihren Betrieb vorübergehend einstellen – mit dramatischen Auswirkungen auf die Fahrgastzahlen, wie die Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) jetzt belegen. (Foto: FlixBus)
Martina Weyh

Schwere Auswirkungen hat die Corona-Pandemie auch auf den Fernbuslinienverkehr gehabt, teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit – die Fahrgastzahlen gingen 2020 um 70 % auf fast 6,5 Mio. Fahrgäste zurück. Davon entfielen auf den auf den Inlandsverkehr 4,8 Mio. Fahrgäste (- 69 %) und auf den grenzüberschreitenden Verkehr 1,7 Mio. Fahrgäste (- 74 %). Die stärkeren Rückgänge im grenzüberschreitenden Verkehr führt Destatis unter anderem auf Reisewarnungen und Grenzschließungen zurück.

Die Beförderungsleistung - die von allen Fahrgästen zurückgelegte Strecke – ging gegenüber dem Vorkrisenjahr 2019 nach Angaben des Bundesamtes ebenfalls um 70 % auf fast 1,9 Mrd. Personenkilometer zurück. Auch hier war der Inlandsverkehr (- 68 %) nicht so stark von den Rückgängen betroffen wie der grenzüberschreitende Fernbusverkehr (- 73 %).

Laut Destatis lag auch der durchschnittliche Auslastungsgrad der Plätze je Fernbus, der sich aus der Relation der Personenkilometer zum Beförderungsangebot ergibt, 2020 mit 44 % ebenfalls deutlich unter dem Vorjahreswert von 54 %.

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