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Fernbusmarkt: Partner übernehmen insolvente Deutsche Touring

Ab September gehört der Fernbuspionier zu Croatia Bus/Globtour.
Touring-Busse vor dem Maritim Hotel in Ulm: In Kürze übernehmen Croatia Bus und Globtour den Betrieb an allen Deutsche Touring-Standorten und führen den Linienverkehr fort. (Foto: Deutsche Touring)
Touring-Busse vor dem Maritim Hotel in Ulm: In Kürze übernehmen Croatia Bus und Globtour den Betrieb an allen Deutsche Touring-Standorten und führen den Linienverkehr fort. (Foto: Deutsche Touring)
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Anja Kiewitt

Das Fernbusreiseunternehmen Deutsche Touring GmbH (DTG), Betreiber von Eurolines in Deutschland, hat wieder freie Fahrt in die Zukunft. Vier Monate nach dem Insolvenzantrag (busplaner berichtete) konnte der vom Amtsgericht Frankfurt am Main bestellte Insolvenzverwalter Miguel Grosser von der Kanzlei Jaffé Rechtsanwälte Insolvenzverwalter kürzlich die Sanierung erfolgreich abschließen und einen neuen Investor für den Pionier der Fernbusreisen in Deutschland finden. Ab September übernehmen Croatia Bus, Zagreb (Kroatien), und Globtour, Medugorje (Bosnien und Herzegowina), den Betrieb an allen Standorten und führen deren Linienverkehr fort. Die beiden langjährigen Partner der Deutschen Touring erwerben zudem deren Tochtergesellschaften in Kroatien und Serbien. Für die tschechische Niederlassung Touring Bohemia, Příbram, laufen noch Verhandlungen mit einem weiteren Investor. Insgesamt konnte vermieden werden, dass die drei Auslandstöchter mit insgesamt 112 Mitarbeitern durch die Insolvenz der deutschen Muttergesellschaft in Mitleidenschaft gezogen werden.

Insgesamt 20 Stellen gestrichen

Als Teil der Globtour-Gruppe soll die DTG ab September ihre Tätigkeit unter dem gleichen Namen wie bisher und mit dem bestehenden Personal fortsetzen. Binnen eines Monats will die Gruppe auch neue Linienverbindungen von Albanien und Montenegro nach Deutschland erstellen. Die derzeit noch 92 Mitarbeiter des Unternehmens in Deutschland werden weiter beschäftigt, davon rund 30 in der Zentrale in Eschborn, die übrigen an elf deutschen Niederlassungen und den Zentralen Busbahnhöfen in Hannover und Stuttgart. Im Zuge der Sanierung wurden rund 20 Arbeitsplätze abgebaut. Dazu wurde mit dem Betriebsrat und den Mitarbeitern ein Sozialplan mit Interessenausgleich vereinbart. „Für das Unternehmen und seine Gläubiger ist das die denkbar beste und sicherste Lösung für die Zukunft. Auch für den Fernbusreisemarkt in Deutschland, der durch hohen Preisdruck und zunehmend monopolistische Strukturen gekennzeichnet ist, bedeutet der Erhalt eines so leistungsfähigen Anbieters wie der Deutschen Touring eine gute Nachricht“, fasst Insolvenzverwalter Grosser das Ergebnis der Sanierung im Insolvenzverfahren zusammen.

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