BSAG testet in Bremen kostenloses WLAN in Bussen

Nach Gesetzesänderung: Pilotprojekt startet mit 30 Fahrzeugen.
Anja Kiewitt

Ab dem Herbst können Fahrgäste in den Bussen der Bremer Straßenbahn AG (BSAG) kostenlos im Internet surfen. Insgesamt 30 Busse in Bremen-Stadt und Bremen-Nord werden in den kommenden Wochen mit WLAN ausgerüstet, teilt die BSAG mit. Sie seien Teil eines sechsmonatigen Pilotprojekts des Unternehmens. Ziel des Vorhabens sei es, die Qualität des öffentlichen Nahverkehrs zu steigern und den Umstieg vom Auto auf den Bus für Gelegenheitsfahrgäste attraktiver zu machen.

Zugang ohne Hürden

Technisch realisiert werde das "WLAN an Bord" mit dem Mobilfunkstandard LTE, der dank des guten Netzausbaus in Bremen hohe Surfgeschwindigkeiten erlaube. In allen teilnehmenden Bussen weise ein gut sichtbares Piktogramm auf das Internetangebot hin. Wer im Fahrzeug das WLAN an seinem Mobiltelefon oder Tablet aktiviere, finde ein offenes Netz mit der Kennung "BSAG". Wer dieses anwähle und den Nutzungsbedingungen zustimme, gelange anschließend ins Internet. Eine personalisierte Anmeldung oder eine Registrierung vorab sei nicht erforderlich.

Möglich durch Wegfall der Störerhaftung

Möglich wird der Start des kostenlosen WLAN-Angebots der BSAG durch die Änderung des Telemediengesetzes (TMG) seit Sommer dieses Jahres. Wie busplaner berichtete, soll dadurch im Falle von Rechtsverletzungen durch die Nutzer des WLAN der Betreiber, hier die BSAG, nicht mehr als sogenannter "Störer" haften.

Nicht nur Busse, auch Straßenbahnen

Neben den 30 Bussen will die BSAG im Herbst auch zehn Straßenbahnen mit WLAN ausrüsten. Für deren Internet-Zugangsgeräte fehle derzeit allerdings noch die endgültige Zulassung, heißt es aus Bremen.

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