Forschung: ÖPNV für ältere Menschen

DB Regio und Hochschule Fresenius erforschen Nahverkehrskonzepte.
Julia Lenhardt

Der Mobilitätsanbieter DB Regio AG, Frankfurt, und die Hochschule Fresenius GmbH, Idstein, forschen derzeit daran, wie man den Busverkehr für ältere Menschen attraktiver machen kann. Dies bestätigte der Bus-Vorstand der Bahntochter Michael Hahn kürzlich bei der Podiumsdiskussion „Mobilität und Gesellschaft“, die im Frankfurter House of Logistics & Mobility stattfand und dessen thematische Ausrichtung von der Hochschule initiiert wurde. 

Anpassungen gegen Unsicherheiten

Die Forscher und die Bahntochter wollen demnach herausfinden, warum ältere Menschen seltener aus dem Haus gehen und wie Unsicherheiten in Bezug auf den Personennahverkehr ausgeräumt werden können. Handlungsbedarf sei dabei nicht nur beim angepassten Ein- und Ausstieg gefordert, sondern auch innerhalb der Fahrzeuge, wie beispielsweise bei zu niedrigen Sitzhöhen und ungeeigneten Haltemöglichkeiten.

Wertschätzung fehlt

Der ÖPNV spielt nach Prof. Christian Haas, Direktor am Institut für komplexe Gesundheitsforschung und Forschungsdekan am Fachbreich Gesundheit und Soziales an der Hochschule Fresenius, eine Schlüsselrolle, um Isolation im Alter zu verhindern und außerhäusliche Aktivitäten für ältere Menschen zu gewährleisten. Dies müsse jedoch auch von der Politik verstanden und wertgeschätzt werden. Laut dem Statistischen Bundesamt, Wiesbaden, lebte 2014 in 31 Prozent der rund 40 Millionen deutschen Privathaushalte mindestens eine Person ab 65 Jahre.

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