Verkehrspolitik: Plattform Urbane Mobilität stellt Erklärung vor

Automobilindustrie und Städte wollen konkrete Lösungen erarbeiten.
Fleet mit Blick auf den Michel in Hamburg: An neuen Konzepten für den städtischen Verkehr von morgen feilen die Partner der Plattform Urbane Mobilität. (Foto: Klaas Hartz/Pixelio.de)
Fleet mit Blick auf den Michel in Hamburg: An neuen Konzepten für den städtischen Verkehr von morgen feilen die Partner der Plattform Urbane Mobilität. (Foto: Klaas Hartz/Pixelio.de)
Anja Kiewitt

Flächennutzung, die Inter- und Multimodalität und die Digitalisierung sind derzeit die drei großen Herausforderungen der urbanen Mobilität. Um entsprechende Konzepte für den Verkehr der Zukunft in deutschen Städten zu erarbeiten, haben sich bereits im Mai 2016 sieben deutsche Städte und acht Unternehmen der deutschen Automobilindustrie zu der „Plattform Urbane Mobilität“ zusammengeschlossen. Ein Jahr später haben die Partner nun eine gemeinsame Erklärung zur Zukunft der urbanen Mobilität und Logistik vorgestellt. Das teilt der Verband der Automobilindustrie e. V. (VDA), Berlin, mit.

Konkrete Projekte laufen

Der Plattform gehören demnach neben dem VDA die Städte Bremen, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, Leipzig, Ludwigsburg und München sowie die Unternehmen Audi, BMW, Continental, Daimler, Porsche, Robert Bosch, Schaeffler und VW Nutzfahrzeuge an. Gemeinsam entwickeln die Partner derzeit konkrete Umsetzungsprojekte. „Technologische Entwicklungen wie die Digitalisierung, alternative Antriebe und automatisierte Fahrzeugsysteme sowie neue Angebote wie Sharing-Modelle eröffnen große Chancen für eine stadtverträgliche Ausgestaltung der Mobilität“, verrät VDA-Präsident Matthias Wissmann.

Nahmobilität statt langer Wege

Mobilität muss platzsparender, gemeinschaftlicher, sauberer, elektrischer, leiser, vernetzter und einfacher werden. Der konventionelle Infrastrukturausbau ist nicht mehr finanzierbar, wir brauchen Nahmobilität statt langer Wege und müssen den öffentlichen Raum unter dem Blickwinkel aller Bedürfnisse unserer Bewohner und Unternehmen gestalten", kommentiert Dorothee Dubrau, Bürgermeisterin und Beigeordnete für Stadtentwicklung und Bau der Stadt Leipzig, das Vorhaben. „Das Auto wird auch in Zukunft integraler Bestandteil der städtischen Mobilität sein. Aber: Es lässt sich nicht mehr singulär betrachten, sondern muss mit seinen Fähigkeiten in den städtischen Kontext eingebunden werden", ergänzt Dr. Roland Villinger, Leiter Strategische Unternehmensplanung und Chief Digital Officer der Audi AG, Ingolstadt.

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