Fahrermangel bekämpfen: Kooperationsprojekt im Emsland

Die Agentur für Arbeit, das Jobcenter Emsland, das BKF-Ausbildungszentrum Deula Freren und die Emsländische Eisenbahn gehen bei der Gewinnung von Fahrpersonal neue Wege und haben gemeinsam die Busfahrer-Initiative Emsland ins Leben gerufen.

Gemeinsam gegen den herrschenden Fahrpersonalmangel – die Austaktveranstaltung der Busfahrer-Initiative Emsland in Meppen Anfang November wurde zahlreich besucht. (Foto: EEB)
Gemeinsam gegen den herrschenden Fahrpersonalmangel – die Austaktveranstaltung der Busfahrer-Initiative Emsland in Meppen Anfang November wurde zahlreich besucht. (Foto: EEB)
Martina Weyh

Auch im Emsland ist der Mangel an Busfahrerinnen und Busfahrern im öffentlichen Personennahverkehr deutlich spürbar. Mit der Busfahrer-Initiative Emsland wollen die Agentur für Arbeit, das Jobcenter Emsland, das BKF Ausbildungszentrum Deula Freren und die Emsländische Eisenbahn (EEB) dem Fahrermangel wirksam begegnen.

Nah am Berufsalltag 

Das gemeinsame Projekt startete Anfang November mit einem Informationstag bei der Emsländischen Eisenbahn (EEB) in Meppen, zu dem sich zahlreiche Interessierte einfanden, um sich umfassend über das Berufsbild des Busfahrers zu informieren.

Als Vertreter der Verkehrsunternehmen stellte Rainer Levelink, Geschäftsführer von Levelink Omnibusverkehr, Tätigkeiten, Voraussetzungen und eine typische Arbeitswoche vor. Ahmed al Reeshawee, der seit 2021 als Busfahrer im Emsland unterwegs ist, berichtete von seinen Erfahrungen und stand den Zuhörern anschließend für Fragen zur Verfügung.

„Es ist schwierig, überhaupt Bewerber zu finden, unter anderem wegen der Vollbeschäftigung“, berichtet Levelink und zeigt sich über die Busfahrer-Initiative Emsland und das rege Interesse erfreut.

Viele Teilnehmer meldeten sich zur Ausbildung an

Zum Thema Qualifizierung referierten Mathias Kirchhoff und Siegfried Gertel von der Deula – die Veranstaltungsteilnehmer erfuhren u.a., dass die Ausbildung aus zwei Teilen besteht: Grundqualifikation und der Fahrerlaubnis.

Das Jobcenter und die Agentur für Arbeit informierten über die Möglichkeiten der Ausbildungsförderung. Die meisten Teilnehmer blieben zur anschließenden Eignungsfeststellung und meldeten sich für die Ausbildung an, die bereits Ende November beginnen soll.

„Das Emsland profitiert von dieser Kooperation, die eine bedarfsorientierte Qualifizierung zur Gewinnung von Busfahrerinnen und Busfahrern im Emsland ermöglicht“, ist sich Daniel Plaggenborg, Geschäftsführer der Emsländischen Eisenbahn, sicher.

Weitere Infotage im südlichen und nördlichen Emsland sollen folgen, denn Busfahrerinnen und Busfahrer fehlen nicht nur im mittleren Emsland.