MAN erwägt Verlagerung der Bus-Montage

Eine Fertigung in Polen brächte MAN Kostenvorteile
Redaktion (allg.)
Der Nutzfahrzeug- und Motorenhersteller MAN denkt darüber nach, die Fertigung von Bussen nach Polen zu verlegen. Dies sei eine Alternative, über die man diskutiere, sagte MAN-Chef Hakan Samuelson diese Woche in München. Derzeit ist man bei MAN mit den Ergebnissen in der Bussparte nicht zufrieden und erwägt daher offenbar eine Verlegung der Bus-Montage von Salzgitter nach Polen. Ziel ist es, bis zum Jahr 2010 im Bus-Bereich ähnlich hohe Renditen zu erzielen, wie bereits im boomenden Lkw-Geschäft. Die Lohnkosten in Polen liegen deutlich unter denen in Deutschland, was der Grund für die Überlegungen bei MAN ist. Dies fällt bei der Busfertigung besonders schwer ins Gewicht, da pro Bus rund 1.500 Arbeitsstunden benötigt werden, um ein Vielfaches mehr, als für einen Lkw. Eine Verlagerung der Montage würde in diesem arbeitsintensiven Bereich daher große Kostenvorteile bringen. Mit den Arbeitnehmervertretern im Werk Salzgitter hat die Neoman-Geschäftsleitung bereits im Juli Gespräche aufgenommen, um gemeinsam eine Lösung zu erarbeiten, Ziel der Unternehmensführung sei es, eine Lösung ohne betriebsbedingte Kündigungen zu finden. MAN beschäftigt in Salzgitter 2.900 Beschäftigte, davon rund 1.400 im Bus-Bereich, im Geschäftsbereich Lkw arbeiten rund 1.500 Beschäftigte. Eine Trennung vom Busgeschäft stehe für MAN nicht zur Diskussion, so Samuelsson in München: "Wir wollen weiter Busse bauen, aber wir wollen es besser machen."