Leo Express betritt Fernbusmarkt Österreich

Tschechischer Player plant weitere Busstrecken in Zentraleuropa.
Anja Kiewitt

Ein neuer Player betritt den zentraleuropäischen Fernbusreisemarkt: Ab dem 30. Juni dieses Jahres will Leo Express a.s., Prag, erstmals direkte Fernbusverbindungen nach Wien anbieten. Damit vernetzt das tschechische Eisenbahn- und Fernreisebusunternehmen die österreichische Hauptstadt mit Olmütz, Kattowitz, Krakau, Rzeszow und Lwiw. Darüber hinaus will das Unternehmen sein Fernreisenetz auf weitere österreichische Städte ausdehnen. „In den nächsten Wochen möchten wir auch Linz und Salzburg integrieren. In Zukunft werden wir zudem Graz, Klagenfurt und Bregenz einbinden", kündigt Peter Koehler, CEO von Leo Express für Europa, an. Der Europachef betont: „Als multimodales Eisenbahn – und Busunternehmen sind wir an Eisenbahn und Busstrecken in ganz Zentraleuropa interessiert."

Großer Service, kleiner Preis

Die neuen Fernbusse sollen im typischen Leo Express-Look in schwarz-gold ausgestattet sein. Gratis-WLAN, Klimaanlage, kostenlose Getränke, frischer Kaffee und Speisen, Stewardbedienung sowie Schlafsets und Decken sind integraler Bestandteil der Ausstattung. Als Neuigkeit bietet Leo Express auch eine Business Class mit mehr Beinfreiheit sowie einer größeren Auswahl an Gratisgetränken und Speisen an. Als Eröffnungsangebot will das Unternehmen zwei Tickets für den Preis von einem anbieten. Die 5:55 Stunden lange Strecke Wien-Katowice kostet demnach für zwei Personen ab 26 Euro. Nach Prag bietet das Unternehmen nach eigenen Angaben zwei Tickets für 9,90 Euro an.

Umsatzplus von 40 Prozent

Bereits seit 2013 betreibt das private multimodale Fernreiseunternehmen regelmäßige Eisenbahnverbindungen zwischen Prag, Mähren und Kosice. Ein anbindendes Busreisenetz reicht von Böhmen (Tschechien) über Polen und die Slowakei bis zur Ukraine. Mit mehr als 1,5 Millionen Fahrgästen verzeichnete Leo Express im vergangenen Jahr ein Umsatzwachstum von fast 40 Prozent.

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