180 Millionen zusätzlich: Bundesumweltministerium erhöht Förderung von E-Bussen

Durch die finanzielle Aufstockung des Förderprogramms kann der derzeitige Bestand an Elektrobussen nach Ansicht des BMU mindestens verfünffacht werden.

Das BMU hat sein E-Bus-Förderprogramm aufgestockt. (Foto: BMU)
Das BMU hat sein E-Bus-Förderprogramm aufgestockt. (Foto: BMU)
Martina Weyh

Mit den zusätzlichen 180 Millionen, um die das Bundesumweltministerium (BMU) das Förderprogramm aufstockt, sollen Städte bei der Beschaffung von E-Bussen unterstützt werden, die den Jahresmittelgrenzwert für Stickstoffdioxid überschreiten. Damit stehen jetzt für die Jahre bis 2022 insgesamt rund 300 Millionen Euro seitens des Ministeriums zur Verfügung.

„Immer mehr Städte wollen Elektrobusse im regulären Linienbetrieb einsetzen, um für saubere Luft, weniger Lärm und mehr Klimaschutz zu sorgen. Die Resonanz auf unsere Förderung war daher sehr groß. Ich freue mich, dass wir mit der Aufstockung unseres Förderprogramms jetzt noch mehr Städte bei ihren Bemühungen unterstützen können“, so Bundesumweltministerin Svenja Schulze.

Elf Projekte in den Städten Aachen, Berlin, Bochum/Gelsenkirchen, Darmstadt, Duisburg, Hannover, Kiel, Leipzig, Offenbach am Main, Osnabrück und Wiesbaden wurden bisher zur Förderung ausgewählt.

Neues Auswahlverfahren läuft

Ein neues Auswahlverfahren für die Vergabe der zusätzlichen Fördermittel läuft derzeit noch. Bis zum 30. April dieses Jahres können Projektskizzen online beim Projektträger VDI-VDE-IT eingereicht werden. Gefördert werden Projekte, in denen mehr als fünf Busse beschafft werden, sowie Verbundvorhaben. Von den Mehrkosten, die bei Batteriebussen gegenüber Dieselbussen anfallen, werden bis zu 80 Prozent durch den Bund übernommen. An den entsprechenden Mehrkosten bei der Anschaffung von Plug-In-Hybrid-Bussen sowie den Kosten für die Ladeinfrastruktur und weiteren Aufwendungen (zum Beispiel Schulungen für Mitarbeiter, Werkstatteinrichtungen) werden 40 Prozent vom Bund getragen.

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