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Monheim: Autonom fahrende E-Busse ab Herbst auf Linie

Die Stadt Monheim am Rhein will ab Herbst fünf autonom fahrende Mini-E-Busse des französischen Herstellers Easymile im Linienverkehr einsetzen und wäre damit die erste in Europa.

Die autonomen E-Busse EZ10 des französischen Herstellers Easymile sollen ab Herbst den Linienverkehr in Monheim am Rhein ergänzen. (Foto: Stadt Monheim)
Die autonomen E-Busse EZ10 des französischen Herstellers Easymile sollen ab Herbst den Linienverkehr in Monheim am Rhein ergänzen. (Foto: Stadt Monheim)
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Martina Weyh

Gleich zwei Landesminister waren am gestrigen Dienstag zu Besuch in Monheim, um bei der Präsentation und anschließenden Testfahrt im autonomen Bus dabei zu sein, Andreas Pinkwart (FDP), NRW-Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie und sein Kabinettskollege NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU).

„Monheim am Rhein macht heute mit einem kleinen Fahrzeug einen großen Schritt hin zum automatisierten Fahren – und damit zu mehr Sicherheit und Komfort für seine Bürgerinnen und Bürger“, sagte Pinkwart bei der Vorstellung und Hendrik Wüst ergänzte: „Ziel der Landesregierung ist es, innovative Technologien in NRW zu erforschen, zu entwickeln und zu testen – und am liebsten auch zu produzieren. Mit innovativen Projekten wie in Monheim am Rhein kommen wir auf dem Weg in die Zukunft der Mobilität voran.“

Ab Herbst im Linienbetrieb

Als eigene und alleinige Linie soll die kleine Flotte der fünf autonomen Elektrobusse ab Herbst die ganze Woche über von 7 bis 24 Uhr im Zehnminutentakt eingesetzt werden und die gut zwei Kilometer lange Strecke mit sechs Haltestellen vom Monheimer Busbahnhof bis in die Altstadt verbinden. Dabei sei die Linie nach Aussagen des Monheimer Bürgermeisters und Aufsichtsratsvorsitzenden der Monheimer Bahnen (BSM), Daniel Zimmermann vor allem als Zubringer zu den klassischen Hauptbuslinien gedacht und solle die bestehende Angebotslücke in der Altstadt schließen. Bewähre sich das System, solle es auf weitere Teile des Stadtgebietes ausgeweitet werden, so Zimmermann weiter.

Ausstattungsmerkmale

Vier mal zwei mal drei Meter, das sind die Maße des Elektrobusses EZ10 des französischen Herstellers Easymile, der bei der Ausschreibung im vergangenen Jahr den Zuschlag erhielt. Bei einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h können bis zu elf Passagiere mitfahren, davon sechs auf Sitzplätzen. Im künftigen Linienbetrieb werden die autonomen E-Busse aber vorerst mit maximal rund 20 km/h unterwegs sein. Die benötigte Ladeenergie besteht zu 100 Prozent aus Ökostrom.

Ausgestattet sind die Fahrzeuge, die im Einsatz einer vordefinierten Route folgen werden, mit einer Vielzahl von Sensoren, die hinten und vorne je unten und mittig und auf dem Dach montiert sind und die die befahrene Strecke ständig vermessen und Hindernisse jederzeit erkennen sollen. Unterstützt wird das System zusätzlich von einer Kamera, die die gewonnenen Informationen ergänzt. Immer mit an Bord: eine Begleitperson, die in Notfällen via Knopfdruck eingreifen kann. 12 bis 15 BSM-Mitarbeiter, sogenannte Operator, werden speziell dazu ausgebildet.

Die Gesamtinvestitionen des Monheimer Zukunftsprojekts belaufen sich auf 2,1 Millionen Euro, von denen das Land NRW 90 Prozent übernehmen wird. Darüber hinaus hatte der Rat der Stadt Monheim am Rhein 300.000 Euro für erste Vorbereitungen bereits bewilligt.

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