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Siemens: Busladestationen für Dänemark

Leistungen bis 450 kW sind möglich.
Siemens hat mit der dänischen Verkehrsbehörde Movia einen Dreijahresvertrag über die Lieferung von Busladestationen abgeschlossen. (Foto: Siemens)
Siemens hat mit der dänischen Verkehrsbehörde Movia einen Dreijahresvertrag über die Lieferung von Busladestationen abgeschlossen. (Foto: Siemens)
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Claus Bünnagel

Siemens hat mit Movia, der größten Verkehrsbehörde Dänemarks, einen Rahmenvertrag über die Lieferung von Ladestationen mit einem absenkbaren Stromabnehmer für Elektrobusse unterzeichnet. Fünfundvierzig Kommunen, darunter Kopenhagen und die Region Seeland, können somit solche Schnellladestationen (High Power Charger, HPC) mit Leistungen von 150, 300 oder 450 kW ordern. Der Dreijahresvertrag umfasst die Installation, Inbetriebnahme, Baumaßnahmen und das Siemens-Fernüberwachungssystem eBus Cloud. Er wird durch einen Servicevertrag mit einer Laufzeit von sechs Jahren ergänzt. An ausgewählten Busbahnhöfen sollen die Ladestationen top-down die Elektrobusse mit der notwendigen Energie versorgen. Das Batteriemanagementsystem des jeweiligen Fahrzeugs steuert den Ladevorgang nach dem Standardprotokoll ISO15118 per W-LAN. Der in der internationalen Norm DIN EN 61851 definierte Pilotkontakt (Control Pilot, CP) ermöglicht zudem eine manuelle Steuerung des Vorgangs, um einen hohen Sicherheitsstandard zu gewährleisten.

Einfacher Ladevorgang 

Sobald der Fahrer die Feststellbremse aktiviert hat, wird der Ladevorgang automatisch gestartet und der vierpolige Stromabnehmer mit dem Bus verbunden. Die Busse sind mit Ladeschienen auf dem Dach über der Vorderachse jedes Elektrobusses ausgestattet. Löst der Fahrer die Feststellbremse wieder, wird der Ladevorgang gestoppt, der Stromabnehmer automatisch nach oben gefahren und der Bus kann abfahren. An den HPC-Stationen können die Busbatterien innerhalb von vier bis sechs Minuten während regulärer Haltezeiten aufgeladen werden. Der Offboard High Power Charger erhöht die Flexibilität des E-Bus-Services. Er lädt die Batterie gerade so weit auf, dass der Bus von einer Haltestelle zur nächsten oder zur nächsten Ladestation gelangt. Da sich die Busse nur wenige Minuten an der Ladestation aufhalten, eignet sich HPC sehr gut für den Hochfrequenzbetrieb, da die Ladeinfrastruktur von mehreren Bussen pro Stunde genutzt werden kann, selbst wenn sie von verschiedenen Herstellern stammen.

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