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KVB stellt Linie 133 auf E-Busse um

Zehnmonatiger Test mit acht "VDL Citea SLFA Electric" abgeschlossen.
Gaben grünes Licht für die E-Bus-Linie 133 in Köln mit acht Citea SLFA Electric von VDL: NRW-Verkehrsminister Michael Groschek (l.) und KVB-Vorstandsvorsitzender Jürgen Fenske. (Foto: KVB/Jörg Heupel)
Gaben grünes Licht für die E-Bus-Linie 133 in Köln mit acht Citea SLFA Electric von VDL: NRW-Verkehrsminister Michael Groschek (l.) und KVB-Vorstandsvorsitzender Jürgen Fenske. (Foto: KVB/Jörg Heupel)
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Anja Kiewitt

Nach einem zehnmonatigen Testbetrieb hat die Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB) Anfang Dezember die Buslinie 133 auf den Betrieb mit E-Bussen umgestellt. Der Erwerb der acht batteriebetriebenen Gelenkbusse des niederländischen Herstellers VDL Bus & Coach bv, Eindhoven, kostete 5,6 Millionen Euro, unterstützt vom Land Nordrhein-Westfalen mit einer Förderung von 1,92 Millionen Euro (busplaner berichtete).

43 Sitz- und 82 Stehplätze

Die E-Busse fahren nun regulär im täglichen Liniendienst auf der rund sieben Kilometer langen Linie, die den Breslauer Platz am Hauptbahnhof mit dem Südfriedhof in Zollstock verbindet. Dadurch soll der Ausstoß von jährlich etwa 520 Tonnen Kohlendioxid vermieden werden. Die zuvor eingesetzten Dieselbusse sollen auf der Linie 133 künftig nur noch dann fahren, wenn aufgrund von Unfällen, Fahrzeuguntersuchungen oder ähnlichem nicht genug E-Busse zur Verfügung stehen, heißt es aus Köln. Die E-Busse bieten nach KVB-Angaben genauso wie die konventionellen Gelenkbusse 43 Sitz- und 82 Stehplätze, besitzen drei Türen und sind durchgängig barrierefrei. In der Testphase hätten die Fahrgäste vor allem das leisere Fahrgeräusch der E-Busse im Vergleich zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor honoriert.

Reichweite 90 Kilometer

Die Reichweite der E-Busse habe sich in den Tests als größer herausgestellt als ursprünglich kalkuliert. Theoretisch könnten die E-Busse 90 Kilometer weit fahren. Praktisch würden sie jedoch maximal nur 45 Kilometer ohne Nachladung eingesetzt, um das Ladevolumen der Batterien nicht unter 30 Prozent abzusenken. Im Normalfall werden die E-Busse nach KVB-Angaben jeweils an den beiden Endhaltestellen der Linie 133 nachgeladen, also stets nach rund sieben Kilometern. Auf dem Betriebshof Nord der KVB erfolgt demnach nachts die vollständige Nachladung. Den Aufbau und den Betrieb der Ladeinfrastruktur zur Versorgung der E-Busse mit elektrischer Energie habe die RheinEnergie AG, Köln, übernommen. Das Projekt sei der Einstieg der KVB-Konzernschwester in die DC-Schnellladetechnik mit Leistungen von 50 bis 240 Kilo-Watt (kW).

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