Solaris: Weitere E-Bus-Verkäufe in Polen

MZK in Piła schafft fünf Urbino 12 electric an, das Stettiner Busunternehmen Szczecińskie Przedsiębiorstwo Autobusowe Klonowica acht Urbino 18 electric.

Vertragsunterzeichnung in Piła: v.l. Solaris-Verkaufsdirektor Andrzej Sienkiewicz, Bürgermeister Piotr Głowski und MPK-Vorstandsvorsitzender Tadeusz Majewski. (Foto: UM Piła)
Vertragsunterzeichnung in Piła: v.l. Solaris-Verkaufsdirektor Andrzej Sienkiewicz, Bürgermeister Piotr Głowski und MPK-Vorstandsvorsitzender Tadeusz Majewski. (Foto: UM Piła)
Claus Bünnagel

Solaris baut seine Marktführerschaft bei elektrischen Bussen in Polen aus: Der Busbauer hat den Zuschlag für fünf Urbino 12 electric inklusive Ladeinfrastruktur vom städtischen Verkehrsbetrieb Miejski Zakład Komunikacji (MZK) in Piła im Wert von rund 3,5 Mio. Euro erhalten. Die Lieferungen sollen bis April 2022 abgewickelt werden. Acht Urbino 18 electric gehen bis Ende September 2021 an das Stettiner Busunternehmen Szczecińskie Przedsiębiorstwo Autobusowe Klonowica. Der Wert des Auftrags beläuft sich auf ca. 8 Mio. Euro.

Piła

Solari liefert neben den Fahrzeugen drei stationäre Steckerladegeräte, eine Pantografenladestation und Trafostationen an MZK in Piła. Der Antrieb der Urbino 12 electric besteht aus eine Elektroachse mit zwei integrierten 125-kW-Motoren. MZK hat Hochleistungsbatterien mit einer Kapazität von 120 kWh für den OppCharge-Betrieb gewählt. Die Fahrzeuge werden mit Photozellen ausgestattet sein, die das automatische Schließen der Tür ganz ohne Fahrereinsatz ermöglichen. 

Die Zusammenarbeit zwischen Solaris und Piła geht bis ins Jahr 1997 zurück. Seitdem hat MZK 63 Einheiten – darunter 13 Hybrid- und fünf Elektrobusse – angeschafft. 

Stettin

In den Urbino 18 electric für Stettin werden ebenfalls Hochleistungsbatterien mit allerdings 182 kWh Kapazität montiert. Die Fahrzeuge werden sowohl per Stecker als auch mittels eines auf dem Fahrzeugdach platzierten Pantografen mit einer Leistung von bis zu 560 kW geladen. Zur Ausstattung zählen eine Alkohol-Wegfahrsperre, eine ins städtische Kameranetz integrierte Videoüberwachung an Bord, Zugang zum WLAN-Netz und auf dem Dach angebrachte Photovoltaikzellen als zusätzliche Energiequelle fürs Fahrgastinformationssystem. Die Fahrzeuge werden auch über die eSConnect-Software verfügen. Das Busflottenmanagementsystem ermöglicht eine möglichst optimale Nutzung und Instandhaltung, u.a. durch Überwachung von der Flotte in Echtzeit und von technischen Fahrzeugparametern. 

Die Zusammenarbeit der Stadt Stettin mit Solaris geht bis ins Jahr 2004 zurück. In den vergangenen 16 Jahren lieferte der Hersteller dorthin über 150 Busse mit 10, 12 und 18 m Länge, sowohl mit Diesel- als auch Hybridantrieb. Die aktuele Bestellung ist der erste Auftrag über Elektrobusse.

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