Die erste von 13 Irizar ie tram in Vitoria-Gasteiz vorgestellt

In den kommenden Monaten wird das 12-m-Fahrzeug Tests ohne Fahrgäste auf der Tuvisa-Linie 2 durchführen, die Mitte 2021 in Betrieb genommen wird.

Die erste von 13 Irizar ie trams für Vitoria-Gasteiz wird bis Sommer 2021 zu Testzwecken eingesetzt. (Foto: Irizar)
Die erste von 13 Irizar ie trams für Vitoria-Gasteiz wird bis Sommer 2021 zu Testzwecken eingesetzt. (Foto: Irizar)
Claus Bünnagel

Vitoria-Gasteiz, Umwelthauptstadt Europas 2012, hat die erste von 13 Irizar ie tram erhalten. In den kommenden Monaten wird das vollelektrische 12-m-Fahrzeug Tests ohne Fahrgäste auf der Tuvisa Linie 2 durchführen, die Mitte 2021 in Betrieb genommen wird. Es verfügt über drei Türen und 22 Sitze für Passagiere. Angetrieben wird es von einem 180-kW-Motor und Lithium-Ionen-Batterien, die Irizar E-Mobility in den Werken in Aduna und Gipuzkoa entwickelt sowie herstellt. Geladen wird unterwegs an den Haltestellen Mendizorrotza und Boulevard innerhalb von vier Minuten per Pantograf an interoperablen Schnellladestationen. Dazu arbeitete Irizar E-Mobility im Rahmen des Projekts mit den Baufirmen Yarritu und LKS zusammen, die Ingenieurarbeiten, Tiefbau, Beschilderung und das Kommunikationssystem umsetzten. Nachts werden die Busse im zukünftigen BEI-Depot (BEI steht für Intelligenter Elektrobus) langsam aufgeladen. Die gesamte Ladeinfrastruktur wurde ebenfalls von der Irizar-Gruppe entwickelt und geliefert.

Umfangreiche Softwaretests

Die Tests umfassen auch die Erprobung des bordeigenen Softwaresystems des Fahrzeugs, um u.a. energieeffizientes Fahren zu verbessern und den Verbrauch auf Linien und Fahrzeugtypen abzustimmen. Die Software kann Warnungen ausgeben, damit die Zentrale Reichweiten- oder andere Probleme frühzeitig diagnostizieren kann. Das Ziel besteht darin, Umweltvorteile, wirtschaftliche Einsparungen, eine reduzierte Fahrzeugwartung und eine Erhöhung des Fahrgastkomforts durch den verbesserten Einsatz der Fahrzeuge zu erzielen.

Solarenergie für die E-Busse

Das wird die erste vollständig elektrische Linie in Vitoria-Gasteiz und in Euskadi sein. Und es ist ein schlüsselfertiges Projekt, das zweifellos das städtische Verkehrssystem der Hauptstadt in der Provinz Álava (Araba) revolutionieren wird. Die Elektrobusse werden in Euskadi mit grüner Energie aus dem Ekian-Solarpark in Álava gespeist. (Hector Olabegogeaskoetxea, Generaldirektor von Irizar E-Mobility)

Mit der Indienststellung der E-Busse sollen die Hälfte aller Fahrten elektrisch erfolgen. (Gorka Urtaran, Bürgermeisterin von Vitoria-Gasteiz)

Die Tüvisa-Linie

Ab Sommer 2021 wird die neue Tüvisa Linie 2 mit sieben 18-m-Gelenkbussen und sechs 12-m-Solos bedient. Die 10 km lange Strecke mit 23 Haltestellen führt durch Vitoria-Gasteiz und verbindet wichtige Punkte der Stadt wie den Busbahnhof, das Txagorritxu-Krankenhaus, den Sitz der baskischen Regierung, die Universität und das Mendizorrotza-Stadion.

Weitere Elektrifizierungsprojekte

Die Elektrifizierung des regionalen Verkehrs wird durch weitere Projekte forciert wie die Verlängerung der Straßenbahntrasse nach Salburua und Zabalgana sowie der – teilweise unterirdische – Bau einer Hochgeschwindigkeitsstrecke mit Halt in Vitoria-Gasteiz. Zudem soll die Elektrifizierung des öffentlichen Verkehrs in Vitoria-Gasteiz in den kommenden Wochen auf die Linie 17 des DBus in Donostia ausgeweitet werden. Es wird auch an der Entwicklung von Windenergieprojekten gearbeitet.

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