DB-Tochter Autokraft: Elektrobusflotte in Schleswig-Holstein wächst weiter

Die 22 Stromer-Neuzugänge des chinesischen Herstellers BYD sollen ab Februar sukzessive in den Regelbetrieb aufgenommen werden und sind dann in den Bad Segeberg, St. Peter Ording, Heide/Meldorf und Eutin auf Linie unterwegs.

Nicht nur auf der Schiene, auch auf der Straße will die Deutsche Bahn bis 2040 klimaneutral unterwegs sein – im Bild die BYD-Stromer der DB-Tochter Autokraft. (Foto: Autokraft)
Nicht nur auf der Schiene, auch auf der Straße will die Deutsche Bahn bis 2040 klimaneutral unterwegs sein – im Bild die BYD-Stromer der DB-Tochter Autokraft. (Foto: Autokraft)
Martina Weyh

Die Elektrobusflotte der Deutsche-Bahn-Tochter Autokraft wächst um 22 Neuzugänge, die ab Februar nach und nach in den Niederlassungen Bad Segeberg, St. Peter Ording, Heide/Meldorf und Eutin auf Linie gehen sollen. Bei den Fahrzeugen handelt es sich ausschließlich um Elektro-Solos des chinesischen Herstellers BYD.

„Wir sind froh und stolz, dass bereits viele Aufgabenträger uns ihr Vertrauen schenken und das Thema Mobilitätswende mit uns angehen, denn das geht tatsächlich nur gemeinsam. Die modernen und emissionsfreien Busse sollen Fahrgäste begeistern. Dies sei das beste Argument, den ÖPNV häufiger zu nutzen und so bequem und einfach im Alltag etwas zum Klimaschutz beizutragen“, so Daniel Marx, Sprecher der Geschäftsführung von Autokraft.

Möglich wurde der Ausbau der emissionsfreien Busflotte von Autokraft durch Förderbescheide des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz sowie des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr im Rahmen der „Förderung der Anschaffung von Elektrobussen im ÖPNV“ und der „Richtlinie zur Förderung alternativer Antriebe von Bussen im Personenverkehr“.

Der Aufbau der notwendigen Infrastruktur wurde zu 50 % im Rahmen des Förderprogramms „Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge“ von der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH WTSH im Auftrag des Landes bewilligt.

Details

In den vollklimatisierten niederflurigen BYD-Stromern stehen 33 Sitzplätze zur Verfügung darunter ausgewiesene Sitze für Fahrgäste mit Handicap. Zudem gibt es offene Sondernutzungsflächen für Rollstuhl und E-Scooter sowie beleuchtete Haltewunschtaster mit Blindenschrift. Alle Sitzplätze sind mit USB-Anschlüssen ausgestattet und es gibt WLAN an Bord. Für die Sicherheit von Fahrgästen und anderen Verkehrsteilnehmern sowie zur Unterstützung des Fahrpersonals sind die Elektro-Solos mit Abbiegeassistenten ausgerüstet.

Bis 2040 will die Deutsche Bahn klimaneutral werden

Klimaneutralität bis 2040 ist das erklärte Ziel der Deutschen Bahn – auf dem Weg dahin will das Unternehmen auch auf herkömmlichen Diesel verzichten und prüft verschiedene Möglichkeiten für alternative Antriebe und Kraftstoffe.

Der Versuchszug „advanced TrainLab“ fährt bereits mit einem Öko-Diesel, der die CO2-Emissionen nach eigenen Angaben um 90 % reduziert. Auch im Regionalverkehr ist der Einsatz von Öko-Diesel geplant, dem bis zu 33 Prozent Öko-Kraftstoffe beigemischt sind, teilt das Unternehmen mit.

Dank neuer Telematik-Technologie und Schulungen für nachhaltige Fahrweise will DB Regio zusätzlich rund 100.000 Tonnen CO2 pro Jahr bei Zügen und Bussen einsparen. Laut Unternehmen entspricht diese Menge dem jährlichen Heiz- und Stromverbrauch einer mittelgroßen deutschen Stadt.

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