Bern schreibt 14 E-Busse aus

Interessierte Bushersteller haben bis Ende März 2021 Zeit, ihre Angebote einzureichen.

Die bereits eingesetzten Elektrobusse auf der Linie 17 werden an der Endhaltestelle aufgeladen. (Foto: Bernmobil)
Die bereits eingesetzten Elektrobusse auf der Linie 17 werden an der Endhaltestelle aufgeladen. (Foto: Bernmobil)
Claus Bünnagel

Bernmobil hat die Beschaffung von 14 Elektro-Gelenkbussen öffentlich ausgeschrieben. Sie sollen ab Anfang 2023 auf den Linien 19 und 21 zum Einsatz kommen. Interessierte Bushersteller haben bis Ende März 2021 Zeit, ihre Angebote einzureichen. 

Seit Anfang 2019 sammelt das Schweizer Verkehrsunternehmen mit dem Pilotbetrieb auf der Linie 17 Erfahrungen mit Batteriebussen. Dank der Schnellladung an der Endhaltestelle müssen dabei im Vergleich zum Betrieb mit Dieselbussen keine zusätzlichen Fahrzeuge eingesetzt werden. In einem nächsten Schritt sollen nun die Buslinien 19 und 21 auf elektrischen Betrieb umgestellt werden. Damit kann Bernmobil den CO2-Austoss jährlich um 1.500 t senken sowie den Lärm zugunsten der Anwohnenden reduzieren.

Schnellladung an den Endhaltestellen

Auf der Linie 19 sind an den Endhaltestellen Blinzern und Elfenau, auf der Linie 21 an der Endhaltestelle Bremgarten Schnellladestationen geplant. Die Batterie der Busse soll zudem so ausgelegt werden, dass die Fahrzeuge bei Verspätungen oder Störfällen genügend Reichweite aufweisen, um mehrmals ohne Nachladen an der Endhaltestelle durchfahren zu können. Ebenfalls können die Batterien nachts im Betriebshof jeweils nachgeladen werden. Die neuen Elektrobusse sollen Ende 2022 bei Bernmobil eintreffen.

Hybridbusse ausgeschrieben

Im Dezember hatte Bernmobil bereits die Beschaffung von 21 Hybridbussen ausgeschrieben – 15 Gelenkbusse und sechs Solos. Die Beschaffung von Hybridmodellen begründet das Unternehmen ebenfalls mit Erfahrungen aus dem Piloteinsatz auf der Linie 17. Demnach ließen sich noch nicht alle Busse direkt durch Elektrobusse ersetzen, heißt es aus der Firmenzentrale. Wegen der beschränkten Reichweite seien die Fahrzeuge an die Schnellladeinfrastruktur und damit an gewisse Linien gebunden. „Aufgrund von Veranstaltungen, Baustellen oder ungeplanten Störungen muss Bernmobil regelmäßig Buslinien umleiten oder Tramlinien auf Busbetrieb umstellen.“ Zudem betreibe man Moonlinerlinien in der Stadt und Region Bern. „Für diese Einsätze sind Busse notwendig, die nicht an eine bestimmte Linie gebunden, sondern betrieblich flexibel einsetzbar sind.“

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