Ebusco 3.0 geht 2022 in Gooi en Vechtstreek auf Strecke

Premiere in den Niederlanden: Transdev Nederland setzt ab April 2022 39 Elektrobusse aus Verbundwerkstoffen in der Region Hilversum im Linienverkehr ein.

v.l.: Manu Lageirse, CEO Transdev Nederland und Peter Bijvelds, CEO Ebusco bei der Vertragsunterzeichnung. (Foto: Ebusco)
v.l.: Manu Lageirse, CEO Transdev Nederland und Peter Bijvelds, CEO Ebusco bei der Vertragsunterzeichnung. (Foto: Ebusco)
Martina Weyh

Der niederländische Elektrobusbauer Ebusco liefert Anfang kommenden Jahres die allerersten vollständig aus Verbundwerkstoffen bestehenden Ebusco 3.0 an den Verkehrsbetreiber Transdev in den Niederlanden aus. In Gooi en Vechtstreek in der Region Hilversum sollen die 39 Stromer im Stadt- und Regionalverkehr eingesetzt werden und dort durchschnittlich 110.000 km pro Jahr zurücklegen. Betankt werden die Stromer via Plug-in.

Stromer aus Verbundwerkstoffen – die Vorteile

Das Modell Ebusco 3.0 ist statt aus Stahl aus Verbundwerkstoff gefertigt, was ihn gegenüber herkömmlichen Stadt- und Regionalbussen 25 % leichter macht, teilt der niederländische Bushersteller mit. Der Hauptvorteil liegt im verringerten Energieverbrauch. So kann mit dem gleichen Batteriepack nun eine viel höhere Kilometeranzahl zurückgelegt werden. Ein weiterer Pluspunkt des Verbundwerkstoffs ist seine enorme Stabilität, die eine deutlich längere Lebensdauer ermöglicht und dafür sorgt, dass die Busse jahrelang eingesetzt werden können, heißt es weiter von Ebusco.

Keine Zwischenladung nötig

Aufgrund des geringen Energieverbrauchs des Ebusco 3.0 und der damit verbundenen hohen Reichweite ist eine Zwischenladung in der Regel nicht mehr notwendig. Das reduziert die Kosten, die sonst in Bezug auf Ladeinfrastruktur und Ladezeit anfallen, erheblich.

„Wir sind überzeugt davon, dass die LFP-Technologie-Batterie in diesen Bussen die beste und sicherste Batterie ist, die es auf dem Markt gibt. Durch die Kombination aller von uns eingesetzten Innovationen können diese Busse bis zu 575 km mit einer einzigen Ladung zurücklegen. Das ist wirklich einzigartig für einen Bus,“ sagt Peter Bijvelds, CEO von Ebusco.

 Weitere Details

Neben der aus Verbundwerkstoff gefertigten Karosserie punktet der niederländische Stromer mit weiteren zukunftsweisenden Neuerungen: So befinden sich die Batterien im Boden, wodurch sich der Bus viel stabiler und komfortabler fahren lässt. Um die Sicherheit zu erhöhen, wurden die Busse mit Kameras anstelle von Spiegeln ausgestattet.

Die klimatisierten Fahrzeuge haben ein größeres Platzangebot und USB-Anschlüsse und WLAN an Bord.

Der Ebusco 3.0 wird komplett in den Niederlanden, in der Gemeinde Deurne, produziert.

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