Reichweitenverlust im Winter: Brennstoffzelle schlägt Batterie

Um bis zu 37,8 % sinkt die Reichweite von E-Bussen bei 0 bis –5° C, wie eine Studie in den USA ergab.

Im Winter ist der Reichweitenverlust von E-Bussen höher als von wasserstoffbetriebenen Pendants. (Foto: Daimler AG)
Im Winter ist der Reichweitenverlust von E-Bussen höher als von wasserstoffbetriebenen Pendants. (Foto: Daimler AG)
Claus Bünnagel

Welche Auswirkung hat kaltes Wetter auf die Reichweite von Elektrobussen? Und ist die Batterie oder die Brennstoffzelle die beste Option, wenn es um Leistung im Winter geht? Diesen Fragen ging eine Studie des Zentrums für Verkehr und Umwelt (CTE) in den USA nach, das von den Partnern Midwest Hydrogen Center of Excellence (MHCoE), der Cleveland State University (CSU) und der Stark Area Regional Transit Authority (SARTA) getragen wird. Das Studienteam sammelte dabei Daten von acht Verkehrsbetrieben ein, von denen je vier E- oder Brennstoffzellenbusse einsetzen.

Reichweitenverluste von bis zu 38 %

Die wissenschaftliche Untersuchung, die im Rahmen des National-Fuel-Cell-Bus-Programms finanziert wurde, liefert eine klare Antwort: Sinkt die Temperatur von einem Wert zwischen 10 und 15°C auf 0 bis –5° C, verringert sich die Reichweite von batterieelektrischen Bussen um bis zu 37,8 %, von den wasserstoffbetriebenen Pendants nur um 23,1 %. Der Hintergrund ist klar: Während der E-Bus dann verstärkt elektrischen Strom aus den Batterien zur Beheizung aufwenden muss, kann der Wasserstoffbus die Abwärme der Brennstoffzelle nutzen.

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