PostAuto: Erste E-Busse in Graubünden unterwegs

Vier Linien werden elektrifiziert.

PostAuto setzt zum elektromobilen Start in Graubünden auf E-Busse vom Typ Scania Citywide BEV. (Foto: PostAuto)
PostAuto setzt zum elektromobilen Start in Graubünden auf E-Busse vom Typ Scania Citywide BEV. (Foto: PostAuto)
Claus Bünnagel

Die ersten E-Busse von PostAuto sind in Graubünden unterwegs. Es sind die ersten vier von insgesamt elf Batteriefahrzeugen, die das Schweizer Verkehrsunternehmen bis im Sommer in Betrieb nimmt. Folgende vier Linien zwischen Chur und Bad Ragaz werden auf Elektromobilität umgestellt:

  • Linie 90.003: Chur–Trimmis–Untervaz und Chur–Haldenstein
  • Linie 90.021: Landquart–Mastrils
  • Linie 90.022: Bad Ragaz–Fläsch–Maienfeld–Jenins–Landquart
  • Linie 90.023: Landquart–Igis–Untervaz Bahnhof

Scania Citywide BEV im Einsatz

Bei den ersten Fahrzeugen handelt es sich um 12 m lange Scania Citywide BEV. Die Batterien der ersten Bündner Elektropostautos können im Depot des PostAuto-Unternehmens Dünser Bus GmbH in Trimmis und später auch in jenem der Karl Gessinger AG in Bad Ragaz geladen werden. Unterwegs besteht die Möglichkeit einer Zwischenladung an den Bahnhöfen Untervaz-Trimmis und Landquart. Bei der Zwischenladung am Bahnhof Untervaz-Trimmis erfolgt die Energiezufuhr via invertiertem Pantografen.

PostAuto geht davon aus, dass mit dem Einsatz der elf Elektrobusse der Ausstoß von insgesamt 610 t CO2 pro Jahr vermieden werden kann. Zudem sind diese Fahrzeuge auch leiser unterwegs als Dieselbusse und beschleunigen nach den Haltestellen schneller, was die Pünktlichkeit auf den Linien erhöht.

Wertschöpfung bleibt im Kanton

Die Bündner Energieversorgerin Repower ist mit ihrem E-Mobility-Provider Plug‘n Roll für den Bau der Ladeinfrastruktur in den PostAuto-Depots Trimmis und Bad Ragaz sowie an den Bahnhöfen Untervaz-Trimmis und Landquart verantwortlich und liefert die nötige Energie. Dabei handelt es sich um „Verdepower Grischun“ – elektrische Energie ausschließlich aus zertifizierten, erneuerbaren Quellen aus dem Kanton Graubünden. Damit bleibt die gesamte Wertschöpfung im Kanton.

Wichtiger Schritt für PostAuto

Bei PostAuto freut man sich, nun auch im Kanton Graubünden einen ersten Schritt hin zu einem klimafreundlichen ÖPNV auf der Straße machen zu können. Das Unternehmen ist daran, in der ganzen Schweiz seine Flotte umzurüsten. Bis Ende 2024 sollen die ersten 100 fossilfreien Fahrzeuge auf der Straße sein, bis spätestens Ende 2040 soll die ganze Flotte von derzeit 2.400 Fahrzeugen klimafreundlich angetrieben werden.

Kanton unterstützt Vorhaben

Im Sommer 2019 hatten PostAuto und Repower eine Absichtserklärung unterzeichnet, um im Kanton Graubünden die Umstellung des öffentlichen Verkehrs auf klimafreundliche Antriebe gemeinsam anzugehen. Einen gewichtigen Beitrag zum Gelingen leistete auch der Kanton Graubünden: Die Bündner Regierung und das Bundesamt für Verkehr haben zugestimmt, die Mehrkosten im Rahmen der ordentlichen Finanzierung des regionalen Personenverkehrs zu übernehmen.