PaderSprinter testet eCitaro G

Erprobt werden soll u.a., welche Auswirkungen der Berufs- und Schülerverkehr auf den Energieverbrauch des vollelektrischen Fahrzeugs hat.

Stellten den neuen Elektrobus des PaderSprinter vor: v.l. Paderborns Bürgermeister Michael Dreier und PaderSprinter-Geschäftsführer Peter Bronnenberg. (Foto: PaderSprinter)
Stellten den neuen Elektrobus des PaderSprinter vor: v.l. Paderborns Bürgermeister Michael Dreier und PaderSprinter-Geschäftsführer Peter Bronnenberg. (Foto: PaderSprinter)
Claus Bünnagel

Im Stadtgebiet Paderborn ist ab sofort testweise ein Elektrobus im Einsatz: In den kommenden, voraussichtlich 18 Monaten testet der PaderSprinter einen Mercedes-Benz eCitaro G. Neben Reichweiten- und Strecken-Check sowie Auswirkungen des Fahrverhaltens steht im Fokus der Tests, welche Auswirkungen der Berufs- und Schülerverkehr auf den Energieverbrauch des Fahrzeugs hat – denn hier ist die alltägliche Belastung für die Flotte besonders groß. Der PaderSprinter ist somit der erste Verkehrsbetrieb in Ostwestfalen-Lippe, der einen Gelenkbus mit reinem Elektroantrieb auf seine Praxistauglichkeit prüft. 

Technische Daten 

Der Elektrobus ist auf unterschiedlichen Linien im Stadtgebiet unterwegs und bietet Platz für insgesamt 123 Fahrgäste (42 Sitz- und 81 Stehplätze). Er soll laut Hersteller unter härtesten Einsatzbedingungen mindestens 170 km weit fahren können und wird am Betriebshof des PaderSprinter geladen. 

Hinsichtlich der Innenausstattung orientiert sich der neue Elektrobus größtenteils an den neuesten, dieselbetriebenen Fahrzeugen des PaderSprinter: Doppelbildschirme, Rollstuhlplätze, Polsterbestuhlung, Klapprampen, Türen, Bezahlsysteme etc. sind so angeordnet, dass die Fahrgäste eine weitestgehend bekannte Umgebung vorfinden. Da ein Großteil der Batterien auf dem Dach untergebracht ist, fällt der eCitaro allerdings rund 30 cm höher aus. 

Anforderungen an den Elektrobus

Wir stehen beim Verkehr und der Mobilität vor vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen, die wir mit unserem integrierten Mobilitätskonzept (IMOK) angehen wollen. (Bürgermeister Michael Dreier)

Unsere Flotte legt im Jahr rund 4 Mio. km zurück. Unabhängig davon, mit welchem Antrieb die Busse unterwegs sind, müssen sie dabei höchste Ansprüche erfüllen. Vor einem Wechsel der Antriebsart und einem daraus folgenden, vollständigen Austausch der Fahrzeugflotte sind solche Testphasen unserer Meinung nach absolut notwendig, denn unser Fahrtangebot darf sich hierdurch auf keinen Fall verschlechtern. (PaderSprinter-Geschäftsführer Peter Bronnenberg)

Als nächstes möchte der Verkehrsbetrieb einen Bus mit Wasserstofftechnologie testen.

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