Hamburger ÖPNV: E-Tretroller als Bindeglied in Randgebieten

Die Hamburger Hochbahn will in Kooperation mit dem schwedischen E-Scooter-Start-up VOI das ÖPNV-Angebot der Hansemetropole attraktiver machen.

Die Elektro-Tretroller des schwedischen Start-ups VOI sollen ein neuer Baustein im Hamburger ÖPNV-Angebot werden. (Foto: obs/VOI Technology AB)
Die Elektro-Tretroller des schwedischen Start-ups VOI sollen ein neuer Baustein im Hamburger ÖPNV-Angebot werden. (Foto: obs/VOI Technology AB)
Martina Weyh

Weniger Autos auf der Straße durch den Einsatz von elektrischen Tretrollern, die Hamburgs Randgebiete besser an die öffentlichen Verkehrsmittel anbinden, das ist die Grundidee, die hinter der Zusammenarbeit der Hamburger Hochbahn mit dem schwedischen Sharinganbieter VOI Technology steckt, der nicht nur die elektrischen Flitzer liefern wird, sondern auch die Parkstationen an den ÖPNV-Haltestellen.

„Wir verstehen uns in Hamburg als Organisator der nachhaltigen urbanen Mobilität. Dabei gehört es für uns dazu, bei neuen Mobilitätsangeboten von Beginn an „das Ohr am Gleis“ zu haben, so Henrik Falk, Vorstandsvorsitzender der Hochbahn.

Starten soll das zunächst auf sechs Monate angelegte Pilotprojekt ab Juli in den Stadtteilen Berne und Poppenbüttel, in denen Anwohner längere Wege zur nächsten Haltestelle haben und aus diesem Grund eher mit dem Auto als mit den Öffentlichen unterwegs sind.

„Genau hier werden wir zusammen ansetzen, um diese Distanzen zu überbrücken und somit das tägliche Pendeln mit dem ÖPNV auch dort attraktiver zu gestalten”, so Claus Unterkircher, General Manager von VOI in Deutschland.

Die Hochbahn und VOI hoffen, dass der Versuch, die erste und letzte Meile via E-Tretroller besser anzubinden, einen Anreiz für die vermehrte Nutzung des ÖPNV-Angebots in Hamburg schafft und die Bürger überzeugt, dass das Auto nicht alternativlos ist.

Die Sicherheit steht dabei für den schwedischen Sharing-Dienst im Vordergrund. So werden die Nutzer des Angebots laufend mit Informationen zum richtigen und sicheren Umgang mit E-Tretrollern versorgt und eigene Teams sollen als Unterstützung auf den Straßen unterwegs sein.

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