Freiburg: Solaris-E-Solo jetzt auf Linie unterwegs

Premierenfahrt in Freiburg: Erstmals kommt in der baden-württembergischen Universitätsstadt ein Solaris Urbino 12 electric auf Linie zum Einsatz.

v.l.: Badenova-Chef Thorsten Radensleben, die VAG-Chefs Oliver Benz und Stephan Bartosch, Oberbürgermeister Martin Horn und Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik bei der E-Bus-Premiere. (Foto: Freiburger Verkehrs AG)
v.l.: Badenova-Chef Thorsten Radensleben, die VAG-Chefs Oliver Benz und Stephan Bartosch, Oberbürgermeister Martin Horn und Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik bei der E-Bus-Premiere. (Foto: Freiburger Verkehrs AG)
Martina Weyh

Auf der Linie 27 in Freiburg ist künftig ein Solaris E-Solo unterwegs. Zwei Urbino 12 electric des polnischen Busherstellers gehören derzeit zur Flotte der Freiburger Verkehrs AG (VAG). Das zweite Fahrzeug wird derzeit noch für die Schulungen des Fahrpersonals benötigt und soll nach und nach in den Linienbetrieb eingebunden werden.

Auf der Premierenfahrt mit dem Solaris Urbino 12 electric dabei waren neben Oberbürgermeister Martin Horn, Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik, die VAG Vorstände, Stephan Bartosch und Oliver Benz, Thorsten Radensleben, Chef des Ökoenergieanbieters Badenova, Vertreter des VAG Aufsichtsrates, des Gemeinderates sowie des Fahrgastbeirats Freiburg.

„Das ist ein guter Tag für klimafreundliche Mobilität in unserer Stadt. Nur, wenn wir auch im Bereich der Mobilität die Emissionen deutlich zurückfahren, können wir unsere Klimaziele erreichen, betonte Oberbürgermeister Martin Horn.

„Die Erprobung und kontinuierliche Umstellung auf E-Busse bei der VAG ist eine von neun Leuchtturmmaßnahmen zum 900jährigen Stadtjubiläum im aktuellen Freiburger Klimaschutzkonzept, ergänzte Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik.

Die beiden rein elektrisch betriebenen Solaris E-Solos verfügen jeweils über 31 Sitzplätze, 44 Stehplätze und einen Rollstuhlfahrerplatz. Die Batterien befinden sich im Heck der Fahrzeuge und werden auf Strecke an einer Schnellladestation mit einer Leistung von 150 kW zwischengeladen. Die Versorgung der Schnelladestation erfolgt aus dem vorhandenen Oberleitungsnetz der Stadtbahn. Nachts werden die Busse im Betriebshof mit einer geringeren Leistung von bis zu 80 kW aufgeladen.

Zu einer voreingestellten Zeit wird dann auch die rein elektrische Heizung der Fahrzeuge über den Ladestrom betrieben, sodass die Batterien dadurch nicht belastet werden und das Fahrzeug auch im Winter mit eisfreien Fensterscheiben und einer angenehmen Innentemperatur in den ersten frühmorgendlichen Linieneinsatz starten kann. Für den Sommerbetrieb sind die E-Solos mit einer elektrischen Klimaanlage ausgerüstet.

Laut VAG spart jeder E-Bus im Vergleich zu seinem Pendant mit Dieselantrieb pro Jahr rund 55 Tonnen CO2 ein. Damit würden die bei der Herstellung der Batterien anfallenden CO2-Ausstöße nach spätestens einem halben Jahr ausgeglichen sein, so das Verkehrsunternehmen.

Das Freiburger Verkehrsunternehmen rechnet mit einer Nutzungsdauer der Batterien von rund neun Jahren für den mobilen Einsatz bevor diese im Bus ersetzt werden müssen. Auch das „zweite Leben“ der Batterien ist bereits geplant. Danach ist vorgesehen, diese noch für gut weitere neun Jahre als Speicher für Solarstrom zu nutzen, der auf dem Betriebsgelände produziert wird.

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