BVG: E-Gelenkbus von Solaris erhalten

Weitere 16 werden in den nächsten Wochen folgen.

Solaris Urbino 18 electric beim Laden an der Schnellladesäule Hertzallee. (Foto: BVG/Nils Kremmin)
Solaris Urbino 18 electric beim Laden an der Schnellladesäule Hertzallee. (Foto: BVG/Nils Kremmin)
Claus Bünnagel

Mit einem Solaris Urbino 18 electric kann die BVG künftig erstmals einen E-Gelenkbus einsetzen. 16 weitere werden in den nächsten Wochen folgen. Nach kurzem Testbetrieb sollen die neuen E-Schlenkis ab Sommer alle Fahrten auf der Linie 200 übernehmen.

Platz für 99 Fahrgäste

Genau wie die Fahrzeuge der bisherigen Gelenkbusflotte sind die Neuzugänge 18 m lang und bieten Platz für 99 Fahrgäste. Für einen spürbaren Erstmals in Berlin werden die neuen Fahrzeuge innerhalb weniger Minuten per Pantograf an den Endhaltestellen geladen. Die dazu benötigten Schnellladesäulen liefert Siemens. Das erste Exemplar an der Hertzallee ging bereits Ende der vergangenen Woche ans Netz.

Dieses Projekt ist wegweisend für die Elektromobilität in Berlin. Gelenkbusse sind das Rückgrat unserer Busflotte und wir sind sehr froh, sie auch in der elektrisch angetriebenen Variante zu testen. Außerdem werden wir sehen, wie gut das Laden an den Endstellen der hochfrequenten Linie 200 funktioniert. (BVG-Vorstand Betrieb Dr. Rolf Erfurt)

Projekt „E-MetroBus“

Um solche Fragen zu klären, hat sich die BVG für das Projekt „E-MetroBus“ zu einer Forschungskonstellation mit der TU Berlin und dem Reiner Lemoine Institut zusammengeschlossen. In dessen Rahmen werden die Fahrzeuge und Infrastruktur werden im Rahmen dieses Forschungs- und Entwicklungsprojekts beschafft. Dessen Volumen beläuft sich auf 16,74 Mio. Euro. Davon übernimmt die BVG jene Kosten, die für vergleichbare Dieselbusse angefallen wären. Im Rahmen der Förderrichtlinie Elektromobilität wird das Projekt mit 4,3 Mio. Euro durch das Bundesverkehrsministerium gefördert. Die restlichen Mehrkosten finnziert das Land Berlin.

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