Laden mit 3,75 MW: Premiere des MCS-Ladesystems von CharIN

Auf der Elektromobilitätsmesse EVS35 in Oslo wurde das Megawatt-Ladesystem an einem modifizierten Alpitronic-Ladegerät und einem vollelektrischen Scania-Lkw offiziell vorgestellt.

Feierte Premiere auf der EVS35 in Oslo: das MCS-Ladesystem von CharIN. (Foto: CharIN)
Feierte Premiere auf der EVS35 in Oslo: das MCS-Ladesystem von CharIN. (Foto: CharIN)
Claus Bünnagel
(erschienen bei Transport von Claus Bünnagel)

Die Zahlen sind beeindruckend: Bei 1.250 V Ladespannung und 3.000 A Stromstärke sollen Busse und Lkw künftig vom Megawatt-Ladesystem der Charging Interface Initiative (CharIn) mit bis 3,75 MW geladen werden können. Auf der EVS35 in Oslo, einer der weltweit größten Elektromobilitätsmessen, wurde MCS an einem modifizierten Alpitronic-Ladegerät und einem vollelektrischen Scania-Lkw offiziell vorgestellt. Schwere Nutzfahrzeuge könnten damit künftig in der gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeit von 45 Minuten nach viereinhalbstündiger Fahrt mindestens auf einen Ladestand von 80 % gebracht werden.

Dreieckiger Stecker

 Die Geometrie des Ladesteckers ist übrigens dreieckig – im Gegensatz zu jenem quadratischen von Tesla, den der US-amerikanische Elektrofahrzeugpionier für das Laden des E-Lkw Semi einsetzen möchte. Die Verkündung einer weltweiten Norm für das Megawattladen wird für 2024 erwartet.

Zweiter Erfolg nach CCS

Für CharIN, ein Zusammenschluss von mehr als 280 Mitgliedern aus dem Dienstleistungs- und Industriesektor, wäre die flächendeckende Einführung von MCS ein weiterer großer Erfolg. Die Initiative hat schon den CCS-Standard zum Laden von Autos und Nutzfahrzeuge weltweilt etabliert. Vor vier Jahren hatte eine eigens gegründete CharIN-Task-Force dann den Startschuss für das MCA-System gegeben.

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