Berlin: 2 Mrd. Euro für E-Busse

Geplant ist, dass bis Ende 2021 rund 250 Stromer in der deutschen Hauptstadt unterwegs sind.

Solaris Urbino 18 electric beim Laden an der Schnellladesäule Hertzallee. (Foto: BVG/Nils Kremmin)
Solaris Urbino 18 electric beim Laden an der Schnellladesäule Hertzallee. (Foto: BVG/Nils Kremmin)
Claus Bünnagel

Wie die Internetdienste t3n.de und elektroauto-news.net berichten, sollen bis 2030 in der deutschen Hauptstadt 1.875 E-Busse die bisherigen gut 1.500 Dieselbusse ersetzen. Der neue Verkehrsvertrag zwischen der Stadt und der BVG besiegelt dieses Vorhaben. 2 Mrd. Euro sind für die Umstellung vorgesehen, inklusive der Investitionen in die nötige Ladeinfrastruktur.

Dieser Verkehrsvertrag markiert den Aufbruch in eine neue Ära der Investitionen. (Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz)

Nach den ersten 30 gelieferten Solaris-E-Bussen sollen 60 weitere Stromer von Anfang August bis Ende des Jahrs folgen. Gemeinsam mit den jeweils 15 im letzten Jahr gelieferten Elektrobussen von Mercedes-Benz und Solaris sowie einem Fahrzeug aus dem Forschungscampus Mobility2Grid wird der Fuhrpark dann 121 elektrisch angetriebene Eindecker zählen. Geplant ist, dass bis Ende 2021 rund 250 E-Busse in Berlin unterwegs sind. Betrieben werden sollen sie mit Ökostrom. 

Deutliche Mittelerhöhung für den ÖPNV

Insgesamt hat der neue Verkehrsvertrag, der bis 2035 gilt, ein Volumen von 12,7 Mrd. Euro. Pro Jahr gibt Berlin damit zweieinhalb Mal mehr für den öffentlichen Nahverkehr aus als in den letzten zehn Jahren. Denn neben E-Bussen will Berlin auch sein Straßenbahnnetz wachsen lassen – um bis zu 40 %. Sowohl U-Bahn als auch Straßenbahn sollen einen erneuerten, vergrößerten Fahrzeugpark bekommen. Zum Plan gehört auch, dass alle öffentlichen Verkehrsmittel mit einer dichteren Taktung und möglichst mit größeren Fahrzeugen fahren. Ab 2022 sind die Betreiber außerdem verpflichtet, Barrierefreiheit zu gewährleisten, auch bei Bauarbeiten.

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