Meinungsbeitrag

DEVK-Umfrage: ACV fordert politische Unterstützung gegen Verunsicherung bei Elektromobilität

(ots/fn) Die Ergebnisse der DEVK-Umfrage zeigen: Das Automobil ist und bleibt mit Abstand das bevorzugte Verkehrsmittel für die Deutschen. Der ACV unterstreicht die Schlüsselrolle des Autos in der Verkehrswende und fordert politische Unterstützung gegen die zunehmende Verunsicherung gegenüber der Elektromobilität.

Der ACV fordert politische Maßnahmen gegen die aktuelle Verunsicherung bei der Elektromobilität. (Foto: 24K-Production/Getty Images/obs)
Der ACV fordert politische Maßnahmen gegen die aktuelle Verunsicherung bei der Elektromobilität. (Foto: 24K-Production/Getty Images/obs)
Redaktion (allg.)
(erschienen bei taxi heute von Franziska Neuner)

Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Civey im Auftrag des ACV Partners DEVK zeigt deutlich: Das Auto ist und bleibt das bevorzugte Verkehrsmittel der Deutschen.

66 Prozent der Befragten gaben an, das Auto am häufigsten zu nutzen, gefolgt vom Zufußgehen (12 Prozent), dem öffentlichen Verkehr (10 Prozent) und dem Fahrrad (9 Prozent). Auch in  puncto Beliebtheit liegt das Auto mit 63 Prozent klar vorne, gefolgt vom Fahrrad (13 Prozent).

Laut der Umfrage schätzen Autofahrerinnen und Autofahrer besonders die Flexibilität, den Komfort sowie die Schnelligkeit und Zuverlässigkeit des Automobils.

Auto spielt zentrale Rolle

Für den ACV Automobil-Club Verkehr verdeutlicht diese Umfrage die zentrale Rolle des Autos im Alltag.

„Viele Menschen sind täglich auf ihr Auto angewiesen - sei es im ländlichen Raum, wo alternative Verkehrsmittel oft fehlen, oder auch zum Pendeln, um Arbeitsplätze in urbanen Zentren schnell und zuverlässig zu erreichen“, betont ACV Geschäftsführer Holger Küster.

Außer Frage steht für den ACV, dass dem Auto eine Schlüsselrolle in der Verkehrswende zukommt. Umso alarmierender ist der aktuell ins Stocken geratene Hochlauf der Elektromobilität in Deutschland. Zwischen Januar und Mai 2024 wurden etwa 140.700 E-Autos zugelassen, 16 Prozent weniger als im selben Zeitraum des Vorjahres.

Politik in der Verantwortung

ACV Geschäftsführer Holger Küster sieht in diesem Kontext die Politik in der Verantwortung:

„Viele Menschen sind aktuell verunsichert. Das abrupte Streichen der staatlichen Umweltprämie war ein falsches Signal. Hinzu kommen zu viele Unklarheiten bei den Strompreisen und der Ladeinfrastruktur. Auch der unklare Restwert der Fahrzeuge hält die Menschen vom Kauf ab.“

Der ACV fordert von der Politik, bestmögliche Rahmenbedingungen für die Elektromobilität zu schaffen. Dazu gehört auch, das Vertrauen in die Technologie zu stärken, den Vorbehalten gegenüber E-Autos mit klarer Kommunikation zu begegnen und aufzuklären, zum Beispiel über die Entwicklung der Spritpreise:

„Der steigende CO2-Preis wird in den kommenden Jahren zwangsläufig zu höheren Preisen an der Tankstelle führen - das ist vielen Autofahrerinnen und Autofahrern noch nicht bewusst, könnte aber ein wichtiges Argument für den Kauf eines E-Autos sein“, ergänzt Holger Küster.

Hersteller ebenfalls in der Pflicht

Die Automobilindustrie hat sich zwar längst auf Elektromobilität als zukünftige Leittechnologie festgelegt, doch auch die Hersteller sieht der ACV in der Pflicht, um für höhere Zulassungszahlen von E-Autos zu sorgen. ACV Geschäftsführer Holger Küster: 

„Eine Hürde beim Umstieg bleibt der Preis. Autofahrerinnen und Autofahrer müssen sich E-Mobilität nicht nur leisten wollen, sondern auch leisten können. Aktuell mangelt es nach wie vor an kleinen und bezahlbaren Elektroautos, die für den deutschen Markt geeignet sind.“

Zur Umfrage: Das Meinungsforschungsunternehmen Civey hat vom 24.04. bis 26.04.2024 im Auftrag der DEVK 5.000 Personen befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die bundesdeutsche Gesamtbevölkerung ab 18 Jahren. Der statistische Fehler der Gesamtergebnisse liegt bei 2,5 Prozent.