Baden-Württemberg unterstützt Aufbau eines bundesweiten „Datenraums Mobilität“

Mit dem Leuchtturmvorhaben sollen Echtzeitdaten unterschiedlicher Verkehrsträger verknüpft werden und neue Möglichkeiten für innovative Mobilitätskonzepte entstehen.

„Der Datenraum Mobilität könnte auch eine Blaupause für einen Datenraum sein, mit dem europäische und regionale Daten datenschutzkonform verzahnt werden“, so Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann. (Foto: pixabay)
„Der Datenraum Mobilität könnte auch eine Blaupause für einen Datenraum sein, mit dem europäische und regionale Daten datenschutzkonform verzahnt werden“, so Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann. (Foto: pixabay)
Martina Weyh

Unter dem Dach der „Datenagenda BW“ unterstützt das Ländle den Aufbau eines bundesweiten „Datenraums Mobilität“.  Für Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hängt der Erfolg des Projekts maßgeblich von einem starken Engagement des Bundes sowie aller relevanten Akteure aus dem Mobilitätssektor ab.

„Mit dieser Plattform sollen Echtzeitdaten unterschiedlicher Verkehrsträger – etwa der Bahn, des ÖPNV und der Automobilwirtschaft – miteinander verknüpft werden. So entstehen ganz neue Möglichkeiten für innovative Mobilitätskonzepte. Mit dem ‚Datenraum Mobilität‘ soll Deutschland auch unabhängiger von den großen privaten Digital-Plattformen werden. Unser Ziel ist die europäische Datensouveränität“, erläuterte Kretschmann das Vorhaben im Anschluss an das fünfte Spitzengespräch der „Konzertierten Aktion Mobilität“ mit Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Mehrere Bundesländer beteiligt

Neben Baden-Württemberg wollen auch Bayern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen den Aufbau des „Datenraums Mobilität“ unterstützen. Dabei soll jedoch keineswegs ein zentrales Datenmonopol entstehen. Geplant ist vielmehr, bestehende dezentrale Datensätze der beteiligten Unternehmen und der öffentlichen Hand datenschutzkonform miteinander zu vernetzen.

In Baden-Württemberg werden im Rahmen der Datenagenda BW bereits zahlreiche datenbasierte Leuchtturmvorhaben umgesetzt, u.a. die Mobilitätsplattform „MobiDataBW“ oder das „Testfeld Autonomes Fahren“ in Karlsruhe.

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