Messe als Ort des Wissens-Transfers

Lob für das Trend-Forum und Zwiespalt beim Hallenkonzept
Askin Bulut
Eine positive Workshop-Entwicklung sieht Johannes Schön, Geschäftsführer von Schön Touristik, generell darin, mit dem Trend-Forum neue Wege über das reine Messegeschäft hinaus zu gehen. „Eine gute Tendenz, den Workshop auch in den Dienst eines Wissens-Transfers unter allen Messe-Zielgruppen zu stellen.“ Zweischneidig sieht Schön das neue Hallenkonzept: „Die Gänge waren freundlich gestaltet, man verlor sich aber darin. Das neue Konzept konnte den Besucherrückgang nicht stoppen; ‚Gefühlt‘ waren weniger Besucher und Aussteller als 2013 vor Ort. Hier ist immer noch keine Bodenbildung zu verzeichnen.“

Im Fokus des Messeauftritts stand das Katalogkonzept mit den „Reisewelten 2015“ – hier werden die Gruppenprogramme nicht allein nach Zielgruppen selektiert, sondern auch nach Reisethemen. So kann der Veranstalter gezielt die Touren suchen und finden, die zum Reiseinteresse und zur Kondition seiner Gäste am besten passen. Gefragt sei hier vor allem der Klassisch-Aktiv-Mix gewesen: Darunter bündelt Schön Touristik Programme, die die traditionellen Highlights einer Destination mit einer Wanderung verbinden. Auch die Kombireisen – Bus & Flug und Bus & Schiff –seien bei den Workshop-Fachbesuchern auf großes Interesse gestoßen, so Schön Touristik weiter.

„Die Anfragen, die die Fachbesucher an unserem Stand platzierten, sind im Vergleich zum Workshop 2013 erfreulich gestiegen“, sagte Johannes Schön. „Insgesamt stellen wir jedoch fest, dass nach wie vor in erster Linie Bus- und Gruppenreiseveranstalter unsere Programme nachfragen. Der RDA hat im Vorfeld Wert auf die neue Zielgruppe Reisebüros gelegt. Die habe ich vermisst. Laut der ersten offiziellen Workshop-Bilanz betrug deren Anteil an den Fachbesuchern neun Prozent, es wurde also keine Steigerung erreicht.“

Printer Friendly, PDF & Email