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ÖPNV: Neue Beratungsstelle für Mobilität im ländlichen Raum

LNVG in Hannover will mit Angebot dem demografischen Wandel begegnen.
Bald mit Verstärkung unterwegs? Ein Bus der Regionalbus Braunschweig (RBB) in Eddigehausen, einem Ortsteil des Fleckens Bovenden in Südniedersachsen. (Foto: Deutsche Bahn AG)
Bald mit Verstärkung unterwegs? Ein Bus der Regionalbus Braunschweig (RBB) in Eddigehausen, einem Ortsteil des Fleckens Bovenden in Südniedersachsen. (Foto: Deutsche Bahn AG)
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Anja Kiewitt

Eine neue zentrale Beratungs- und Informationsstelle für Mobilität im ländlichen Raum hat die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG), Hannover, eigenen Angaben zufolge Ende Oktober eingerichtet. ÖPNV-Aufgabenträger, Kommunen, Vereine oder Bürgerinitiativen erhalten demnach erstmals einen landesweiten Ansprechpartner in Fragen des Aufbaus und Betriebs ländlicher Mobilitätsangebote. Dazu zählen zum Beispiel auch flexible Bedienformen, wie Anruf-Taxis oder Ruf-Busse, die den klassischen Linienverkehr in Verkehrsräumen und in Zeiten mit schwacher Nachfrage bedarfsorientiert ergänzen sollen, so die LNVG. Auch für Fragen der finanziellen Förderung oder der genehmigungsrechtlichen Einordnung solcher Mobilitätsangebote stehe die neue Informations- und Beratungsstelle zur Verfügung.

Politik fördert alternative Mobilitätskonzepte

Die Einrichtung geht auf eine Initiative von Olaf Lies, dem Wirtschafts- und Verkehrsminister Niedersachsens, zurück. Nach dessen Ansicht sind neue alternative Mobilitätskonzepte gefragt, um angesichts des demografischen Wandels die Mobilität der Bevölkerung auf dem Land zu gewährleisten. „Zukünftig werden Wegeketten aus unterschiedlichen Transportmöglichkeiten individuell zusammengestellt. Mitfahrmodelle, Bürgerbusse oder Car-Sharing werden mit dem klassischen Linienverkehr kombiniert. Für jede Region muss dabei die richtige Kombination gefunden werden", erläutert der Politiker. „Mit dem geänderten Nahverkehrsgesetz geben wir den Kommunen ab Januar 2017 erstmals jährlich 20 Millionen Euro zusätzlich aus dem Landeshaushalt, speziell für den Aufbau und Betrieb flexibler Bedienformen oder zum Beispiel auch für Investitionen in die ÖPNV-Infrastruktur“, ergänzt er.

ÖPNV-Experte Stephan Börger am Ruder

Aufbauen soll die neue Beratungs- und Informationsstelle Stephan Börger. Der 44-jährige gelernte Speditionskaufmann und studierte Diplom-Ingenieur für Raumplanung mit Vertiefung Nahverkehr bringt vielfältige und langjährige Erfahrungen aus der ÖPNV-Praxis mit. Unter anderem war er mehrere Jahre bei einem kommunalen Verkehrsbetrieb und anschließend bei einem regionalen Busunternehmen beschäftigt.

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