busplaner-Umfrage zum „Brexit“

Welche Folgen hat der EU-Austritt der Briten für die Bus- und Gruppentouristik?
Julia Lenhardt

Es ist beschlossen: Großbritannien will aus der Europäischen Union austreten. Bei der Wahl am 23. Juni haben sich laut Medienberichten 51,9 Prozent der Briten für den „Brexit“ (Wortkreation aus ‚Britain‘ für „Großbritannien“ und ‚Exit‘ für „Austritt“) entschieden. 48,1 Prozent stimmten demnach für einen Verbleib in der EU. Die Wahlbeteiligung lag dabei bei 72,1 Prozent.

Reisen wird für Briten teurer

Noch ist nicht eindeutig abzusehen, welche Folgen die Abspaltung genau nach sich ziehen wird. Klar ist schon jetzt, dass der Kurs des Britischen Pfunds gefallen ist – Medienberichten zufolge auf den tiefsten Stand seit rund 30 Jahren. Dies hat zur Folge, dass Reisen, Dienstleistungen und Produkte im EU-Ausland für Briten teurer werden. Für Reisende aus der EU wird im Gegenzug der Urlaub im Vereinigten Königreich günstiger.

Reisefreiheit im Fokus

Im Hinblick auf die Reisefreiheit könnten sich laut „Süddeutscher Zeitung“ auch Änderungen ergeben – jedoch erst ab 2018. Ob eine Visumsplicht dabei wieder eingeführt wird, bleibt abzuwarten. Auch bereits eingeführte EU-Standards, wie die seit Mai gesenkten Roaming-Gebühren oder die Sauberkeit an Stränden, könnten demnach unter dem Brexit leiden. Auch die Industrie befürchtet, dass sich die Abspaltung negativ auf die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Großbritannien auswirken wird. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, dass sich andere Länder dem Austritt anschließen. EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) glaubt laut Medieninformationen jedoch nicht an eine „Kettenreaktion“.

Umfrage zu den Brexit-Auswirkungen

busplaner möchte mit einer Online-Umfrage bis zum 12. Juli herausfinden, welche Folgen der Brexit für die Bus- und Gruppentouristik haben könnte (hier geht es zur Umfrage). Die Ergebnisse der Umfrage sowie Statements der Teilnehmer und Leserbriefe veröffentlicht busplaner in der kommenden Ausgabe 8/2016, die am 5. August erscheint. Ihre Kommentare richten Sie bitte per E-Mail an redaktion@busplaner.de.

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