Proton Motor erhält Förderung für die Energieversorgung batteriegepufferter Schnellladestationen per Brennstoffzellen

Projektpartner ist die Frankfurter In-der-City-Bus GmbH.

Nexus-fc-Containerdesign für netzunabhängige batteriegepufferte ÖPNV-Schnellladestation mit Brennstoffzellenspeisung. (Foto: Schäfer Elektronik)
Nexus-fc-Containerdesign für netzunabhängige batteriegepufferte ÖPNV-Schnellladestation mit Brennstoffzellenspeisung. (Foto: Schäfer Elektronik)
Claus Bünnagel

Das Bundesforschungsministerium fördert über sein Programm „KMU-innovativ“ den neuen Projektverbund Nexus-fc mit insgesamt rund 1,4 Mio. Euro im Zeitraum Februar 2021 bis Januar 2023. Dem Verbund gehört die Frankfurter In-der-City-Bus GmbH ebenso an wie die Acherner Schäfer Elektronik GmbH, ein Spezialist für Stromversorgungssysteme bei industriellen Anwendungen, die fischer Power Solutions GmbH als Batterielieferant, das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und Brennstoffzellenentwickler Proton Motor Fuel Cell GmbH. Letzterer erhält 290.000 Euro zugewiesen. Nexus-fc will netzunabhängige batteriegepufferte Schnellladestation mit Brennstoffzellenenergieversorgung für den Projektpartner In-der-City-Bus GmbH entwickeln und herstellen. Dieser wird die weltweit erste Version einer solchen Schnellladestation auf Wasserstoffbasis in der Nfz-Leistungsklasse einsetzen, um fehlende Ladeleistungen aus Stromnetzen für batteriebetriebene Busse zu kompensieren.

Für Standorte ohne ausreichende Netzanschlussleistung und Raststätten

Hintergrund: Die Energieversorgung von regenerativen Energien unterliegt Schwankungen, die schwer planbar sind. Dennoch muss die Leistungsbilanz im Versorgungsnetz zu jedem Zeitpunkt ausgeglichen sein. Sowohl die Elektrifizierung des ÖPNV als auch die Einspeisung von regenerativer Energie stellen – nicht zuletzt für den Verbraucher wie Kunden – eine große Herausforderung an das Versorgungsnetz dar. Mit dem Ansatz zur Batteriepufferung der Ladeinfrastruktur – gespeist von einer Brennstoffzelle – werden Angebote mit einer oder mehreren Schnellladestationen an Standorten ohne ausreichende Netzanschlussleistung sinnvoll möglich. In Zukunft werden wohl auch Raststätten mit der Optimierung von Netzanschlüssen wirtschaftlich konfrontiert. Das Nexus-fc-Konzept vermeidet teuren Netzausbau und sorgt für einen bilanziellen Ausgleich der bezogenen Energie über den Tag bei gleichzeitiger Pufferung von Leistungsspitzen.

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