ÖBB Postbus testet Solaris Urbino 12 hydrogen

Gleichzeitig stellten die Vertreter des Bundeslands Kärnten ihr neues Projekt „H2 Carinthia” vor.

V.l. Anna Mejer (General Manager Solaris Austria), Martin Gruber (Landesrat Kärnten) und Sylwia Kaupa-Götzl (Vorstand ÖBB Postbus). (Foto: Solaris)
V.l. Anna Mejer (General Manager Solaris Austria), Martin Gruber (Landesrat Kärnten) und Sylwia Kaupa-Götzl (Vorstand ÖBB Postbus). (Foto: Solaris)
Claus Bünnagel

Im Nachgang einer Konferenz von Solaris, ÖBB Postbus und den Kärtner Landesbehörden am 20. und 21. Mai in Villach ist nun zu Testzwecken ein Urbino 12 hydrogen auf den Straßen von Kärnten im Einsatz. Gleichzeitig stellten die Vertreter des Bundeslands ihr neues Projekt „H2 Carinthia” vor. Dessen Ziel ist es, eine Modellregion unter Nutzung des Wasserstoffs als Energieträger im ÖPNV und in der Industrie zu schaffen. Das Projekt sieht auch die Errichtung einer Wasserstofftankstelle vor. Eine diesbezügliche Absichtserklärung unterzeichneten u.a. die größten Verkehrsunternehmen Österreichs, Stadtbehörden und Energieversorgungsunternehmen. 

Die Zukunft der Mobilität wird stärker von einem Antriebsmix geprägt sein. Für Kärnten ist grüner Wasserstoff ein wesentlicher Baustein, um Industrie und Mobilität zu dekarbonisieren und die Emissionen zu senken. Wir arbeiten deshalb an einer Wasserstoffstrategie, um Kärnten zu einem Vorreiter bei der Wasserstoffnutzung zu entwickeln. Besonders in der Mobilität, im Schwerlastverkehr und bei längeren Strecken hat der Wasserstoffantrieb viele Vorteile gegenüber reinen Elektrobussen, wie eine deutlich größere Reichweite und vor allem energieeffizienter als fossiler Brennstoff. Dadurch hat der Wasserstoffantrieb in Kärnten großes Potenzial, um den Busverkehr künftig klimaneutral zu gestalten und die Klimaziele zu erreichen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass sich der Wasserstoffantrieb im täglichen Dauereinsatz bewährt. Wenn alles nach Plan verläuft, wird in Kärnten bereits 2022 eine Wasserstofftankstelle errichtet, ein Jahr später können dann die ersten Busse im Dauerbetrieb eingesetzt werden. (Mag. Sebastian Schuschnig, Landesrat für Wirtschaft und Mobilität)

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