Zuwachs bei der Hürther Wasserstoffbusflotte

Elf Van Hool Brennstoffzellenbusse sind bereits auf den Straßen von Hürth im Linieneinsatz unterwegs – Debütanten sind fünf Neuzugänge aus der polnischen Busschmiede Solaris, die künftig die Flotte auf allen Strecken im Stadtgebiet verstärken.

Freuen sich über die Neuzugänge bei der Hürther Wasserstoffbusflotte: (v.l.n.r.) Bürgermeister Dirk Breuer, Stadtwerke Hürth-Vorstand Stefan Welsch, RVK-Verkehrsleiter Carsten Bußjaeger, Dirk Müller, RVK-Niederlassungsleiter für Hürth und Jürgen Wiethüchter, Centerleiter Mobilität bei den Hürther Stadtwerken. (Foto: SWH/Pütz)
Freuen sich über die Neuzugänge bei der Hürther Wasserstoffbusflotte: (v.l.n.r.) Bürgermeister Dirk Breuer, Stadtwerke Hürth-Vorstand Stefan Welsch, RVK-Verkehrsleiter Carsten Bußjaeger, Dirk Müller, RVK-Niederlassungsleiter für Hürth und Jürgen Wiethüchter, Centerleiter Mobilität bei den Hürther Stadtwerken. (Foto: SWH/Pütz)
Martina Weyh

Die bereits umfängliche Hürther Wasserstoffbusflotte wächst weiter – bislang besteht sie aus elf H2-Solos des niederländischen Busherstellers Van Hool. Jetzt wird der Fuhrpark der Stadtwerke Hürth (SWH) mit fünf Solaris-Wasserstoffbussen weiter verstärkt, die im Zuge des EU-Projekts JIVE 2 angeschafft wurden. Gefördert wurde der Kauf mit Mitteln des „Fuel Cells and Hydrogen Joint Undertaking“ (FCH JU), des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) über das NIP2 Programm und des NRW-Verkehrsministeriums. Damit hat Hürth eine der größten städtischen Busflotten mit Wasserstoffantrieb in Europa.

„Die Stadtwerke haben bei Fortschrittsthemen die Nase vorn. Einen kompletten Technikwandel innerhalb von weniger als zehn Jahren zu realisieren, konnte man sich beim Start des Wasserstoff-Projekts nicht vorstellen“, so Stefan Welsch, Vorstand der Stadtwerke Hürth.

Details

Fahrgastkomfort wird großgeschrieben in den Solaris Urbino 12 hydrogen – die Wasserstoffbusse sind mit einer ultrabreiten Heckanzeige, einem zweiten Fahrkartenentwerter im Innenraum, einer Uhrzeit-Innenanzeige sowie USB-Ladebuchsen an zahlreichen Sitzplätzen ausgestattet.

Gut gesichert unterwegs

Für die Sicherheit mit an Bord sind der Abbiegeassistent „Mobileye“ – das System warnt das Fahrpersonal innerhalb Sekunden vor einer möglichen Kollision mit einem vorausfahrenden Fahrzeug, mit Fußgängern oder Fahrradfahrern vor dem Fahrzeug oder im toten Winkel.

Busfahrerinnen und -fahrer gewinnen dadurch genügend Zeit, um die Kollision zu verhindern oder zumindest abzuschwächen. Darüber hinaus warnt der Assistent durch akustische und optische Signale bei zu dichtem Auffahren, beim Verlassen der Fahrspur ohne Verwendung des Blinkers und beim Überschreiten der aktuellen Geschwindigkeitsbegrenzung.

Die Trennscheibe am Fahrerarbeitsplatz schützt vor Infektionen.

Betankt werden die Solaris Urbino 12 hydrogen an der Wasserstofftankstelle im Chemiepark Hürth-Knapsack – der Wasserstoff fällt als Nebenprodukt der dortigen chemischen Industrie an. In Planung ist derzeit die Errichtung einer weiteren, (öffentlichen) Wasserstofftankstelle für PKW und Nutzfahrzeuge, die nach Angaben der Stadtwerke Mitte des Jahres in Betrieb gehen soll.

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