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Brennstoffzellenforschung an der TU Chemnitz

Am Campus der sächsischen Universität ist mit Unterstützung der Continental Division Powertrain ein Forschungslabor entstanden, das die wirtschaftliche Serienfertigung der Stacks vorantreiben soll.

Herz des neuen Brennstoffzellenlabors ist ein Hochleistungsprüfstand zum dauerhaften Test von Antriebsleistungen bis zu 150 Kilowatt. (Bild: Jacob Müller)
Herz des neuen Brennstoffzellenlabors ist ein Hochleistungsprüfstand zum dauerhaften Test von Antriebsleistungen bis zu 150 Kilowatt. (Bild: Jacob Müller)
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Redaktion (allg.)
(erschienen bei PROFI-Werkstatt von Martin Schachtner)

Elektroantrieben mit Brennstoffzelle wird enormes Potenzial bei größeren Pkw und Nutzfahrzeugen mit hoher Reichweite zugeschrieben. Auch Continental Powertrain setzt daher auf diese Technologie und vermeldetet eine strategische Partnerschaft mit der TU Chemnitz. Details zur Kooperation verkündeten die Kooperationspartner am Mittwoch anlässlich der Einweihung des Brennstoffzellenlabors am Lehrstuhl für Alternative Antriebe (ALF) des Forschungsinstituts.

Brennstoffzellen auf Basis von Wasserstoff haben das Potenzial, ein wichtiger Teil des künftigen Mobilitäts-Mix zu werden. Deshalb intensivieren wir die Forschung und Entwicklung auf diesem Feld, führte Stephan Rebhan, Leiter Technologie & Innovation bei der Continental-Division Powertrain, aus. Die aktuelle Partnerschaft setze eine Vielzahl erfolgreicher Kooperationen mit Hochschulen fort.

Neben Stephan Rebhan sprachen auf der Veranstaltung auch Martin Dulig (sächsischer Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr), Gerd Strohmeier (Rektor der TU Chemnitz) sowie der Inhaber der ALF-Professur, Thomas von Unwerth. Zudem war Miko Runkel als Bürgermeister der Stadt Chemnitz zugegen. Conti ist industrieller Partner des Innovationsclusters „HZwo – Antrieb für Sachsen“, hieß es in der Unternehmensmeldung.

Prof. Dr. Thomas von Unwerth. „Herz der neuen Anlage ist ein Hochleistungsprüfstand zum dauerhaften Test von Antriebsleistungen bis zu 150 Kilowatt. Zukünftig besteht außerdem die Option, den Prüfstand bis auf 300 Kilowatt umzurüsten. Damit werden an der TU Chemnitz die Grundlagen für die Entwicklung von Brennstoffzellen und Brennstoffzellensystemen der nächsten Generation gelegt.“

Der eingeweihte Prüfstand testet die Leistungsfähigkeit der Brennstoffzelle unter verschiedenen Bedingungen und Auslastungen. Die Tests sollen den Angaben zufolge bei verschiedenen Temperaturen, Druckverhältnissen und Luftfeuchtigkeiten vonstatten gehen. Das neue Labor sei auch in der Lage, verschiedene Belastungszustände, wie Fahrten im Gebirge oder mit zusätzlichem Gewicht, zu simulieren.

Brennstoffzellenantriebe haben heute noch mit dem Thema Kosten zu kämpfen. Deshalb widmet sich eines der ersten beiden Continental-Projekte im Brennstoffzellenlabor der Entwicklung neuer sogenannter Bipolarplatten. Diese metallischen Platten sind ein zentraler Teil des Brennstoffzellenstapels (Stack). Sie verteilen die Gase und leiten den bei ihrer Reaktion entstehenden Strom ab.

„Ziel des Projektes ist die Vorbereitung einer Großserienfertigung neuer Bipolarplatten mit höherer Energiedichte, die kleinere Abmessungen und wirtschaftlichere Systeme ermöglichen“, erläutert Rebhan.

Außerdem werden in einem zweiten Projekt Steuergeräte und Steuer-Algorithmen für den effizienten Betrieb von Brennstoffzellen entwickelt.

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