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1.000 Brennstoffzellen-Nutzfahrzeuge für Osthessen?

Fulda stellt Antrag im Rahmen des BMVI-Förderwettbewerbs HyLand.

Setzt sich Osthessen beim Förderwettbewerb „HyLand“ durch, könnten schon bald etliche Wasserstoffbusse in der Region rollen. (Foto: Caetano)
Setzt sich Osthessen beim Förderwettbewerb „HyLand“ durch, könnten schon bald etliche Wasserstoffbusse in der Region rollen. (Foto: Caetano)
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Claus Bünnagel

Das Stadtplanungsamt der Stadt Fulda hat Ende September im Rahmen des bundesweiten Förderwettbewerbs HyLand ein Grobkonzept (HyWheels) zur Dekarbonisierung des Verkehrssektors in Osthessen eingereicht. Mehr als 30 Akteure, darunter viele mittelständische Logistikunternehmen aus der Region, haben an der Einreichung mitgewirkt und einen entsprechenden Letter of Intent (LoI) unterzeichnet. Die Akteure planen im nächsten Jahr gemeinsam ein Feinkonzept zu entwickeln, das die Möglichkeiten zum Aufbau einer zukunftsfähigen Wasserstoffwirtschaft in Osthessen auslotet und u.a. die Anschaffung von 1.000 Brennstoffzellen-Nutzfahrzeugen untersucht.

Langfristige Perspektiven schaffen

Zentrale Ziele des Konzepts HyWheels sind die Abkehr von fossilen Kraftstoffen im Verkehrssektor durch den Einsatz von Brennstoffzellen-Fahrzeugen, die Reduktion der CO2-Emissionen und der Aufbau einer nachhaltigen grünen Wasserstoffwirtschaft in Osthessen. Das Vorhaben soll aktiv zur Erreichung der Klimaziele der Bundesregierung beitragen. Gleichzeitig wollen die beteiligten Akteure langfristige Perspektiven für den regionalen Energie- und Verkehrssektor schaffen. Ein Schwerpunkt der Untersuchungen im Rahmen von HyWheels liegt auf dem Einsatz von Brennstoffzellen-Lkw, aber auch -Bussen. Hier sehen die beteiligten Akteure das Potenzial zur Anschaffung von mindestens 1.000 mit Wasserstoff betriebenen Fahrzeugen. 

Wasserstofftankstellen an Autobahnknotenpunkten

Für die Betankung der BZ-Fahrzeuge will das Konsortium den Aufbau einer entsprechenden Wasserstoffinfrastruktur prüfen. Wasserstofftankstellen an den Knotenpunkten der Autobahnen A4, A5, A7 und A66 könnten die Region Osthessen zu einem Umschlagpunkt für Wasserstoff in Deutschland machen und so langfristige Perspektiven für eine regionale Wertschöpfung schaffen.

Für die Region Osthessen würde der Aufbau eines neuen, zukunftsfähigen auf Wasserstoff basierenden Wirtschaftszweigs attraktive Chancen eröffnen und könnte sowohl zur Schaffung neuer Arbeitsplätze als auch zur langfristigen Sicherung unserer Logistikstandorte beitragen. Schließlich sind in Osthessen eine Vielzahl an Logistik- und Speditionsunternehmen angesiedelt, die unsere Region zum ,Sprungbrett‘ zwischen Norddeutschland bzw. Skandinavien und Süddeutschland bzw. dem Alpenraum machen. (Dr. Heiko Wingenfeld, Oberbürgermeister von Fulda)

Außerdem sei die Stadt sehr daran interessiert, im Rahmen des Projekts zu klären, in welchem Umfang Brennstoffzellenfahrzeuge dazu beitragen können, in Fulda die Luftqualität zu verbessern und die Lärmbelastung zu reduzieren.

Bekanntgabe der Gewinner Anfang 2020

Der Förderwettbewerb „HyLand“ wurde vom Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur (BMVI) aufgelegt, um die Erstellung integrierter Konzepte zum Aufbau einer regionalen Wasserstoffwirtschaft zu unterstützen. So sollen Synergieeffekte optimal genutzt werden, mit kurzen Wegen zwischen Erzeugung und Verwendung des Wasserstoffs. Die Gewinner des Wettbewerbs sollen Ende Januar 2020 durch das BMVI bekanntgegeben werden. Im Falle einer Förderung will das HyWheels-Konsortium zeitnah mit der Erstellung eines Feinkonzepts für den Einsatz von Wasserstoff in der Inter- und Intralogistik beginnen. Das umsetzungsreife Konzept soll bis Mitte 2021 vorliegen.

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