Brandschutz: EvoBus setzt auf Cellofoam Sitzpolstervlies Cello® S400

Das gemeinsam mit der Daimlertochter entwickelte Polyestervlies wird jetzt in allen Bussen der Marken Setra und Mercedes-Benz eingesetzt.

Mit dem Sitzpolstervlies Cello® S400 werden Bussitze bei hohem Sitzkomfort brandtechnisch deutlich verbessert und genügen in vollem Umfang den zusätzlichen Anforderungen an die Brandsicherheit. (Foto: Daimler)
Mit dem Sitzpolstervlies Cello® S400 werden Bussitze bei hohem Sitzkomfort brandtechnisch deutlich verbessert und genügen in vollem Umfang den zusätzlichen Anforderungen an die Brandsicherheit. (Foto: Daimler)
Martina Weyh

Das in Biberach ansässige Unternehmen Cellofoam hat zusammen mit EvoBus ein Sitzpolstervlies entwickelt, dass die zusätzlichen Anforderungen an die Brandsicherheit gemäß Anhang 7 und 8 der UN-Regelung ECE R-118 für Omnibusse vollumfänglich erfüllt. Nach dieser müssen nun auch Sitze, deren Bezugstoffe und Polstermaterialien – entsprechend der realen Einbaulage im Fahrzeug – nicht nur die Anforderungen der horizontalen Brenngeschwindigkeit (Anhang 6) erfüllen, sondern auch einen Tropftest (Anhang 7) und Prüfungen der vertikalen Brenngeschwindigkeit (Anhang 8) bestehen.

Cello® S400 besteht aus einem speziellen Polyestervlies, das durch seine 3D-Federstruktur besonders elastisch in alle Richtungen ist. Diese Einfederung entspricht laut Unternehmen der Federkennlinie des bisherigen PUR-Schaums und stellt damit eine einfache und faltenfreie Verarbeitung sicher. Zudem wurde die hohe Dauerhaltbarkeit erfolgreich in Tests zum Dauerschwingverhalten nach ISO 3358 bestätigt.

Weitere Vorteile des recyclingfähigen und atmungsaktiven Spezialvlieses sind nach Angaben von Cellofoam die höhere Alters- und eine sehr gute Hydrolyse-Beständigkeit. Darüber hinaus sei Cello® S400 schadstoffemissionsfrei und entwickele auch im Brandfall keine giftigen Rauchgase, so das Unternehmen. Zudem trockne Cello® S400 bei Nässe schneller ab und verbessere zudem die Hygiene im Fahrzeug, da das Material keine Einlagerungen zulasse.

Auch im Einsatz bei Fernbuslinien, habe sich das neue Produkt bewährt und werde jetzt in allen Bussen der Marken Setra und Mercedes-Benz in Serie eingesetzt.

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