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Busbrand: Bauteile aus Spezialschaum schützen Fahrgäste

Die in Kassel ansässige Hübner-Gruppe hat einen neuartigen Werkstoff entwickelt, der im Brandfall aufschäumt und Passagiere vor Rauchgasen und Feuer schützen soll.

Mehr Sicherheit für Fahrgäste - ein neuer Schaum auf Polyurethan-Basis soll für mehr Sicherheit im Businneren sorgen. (Foto. Hübner)
Mehr Sicherheit für Fahrgäste - ein neuer Schaum auf Polyurethan-Basis soll für mehr Sicherheit im Businneren sorgen. (Foto. Hübner)
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Martina Weyh

Kommt es in Bussen zu einem Brand, sei es durch Überhitzung, Kurzschluss oder Fremdeinwirkung, können Passagiere oft erst nach einer gewissen Zeit evakuiert werden. Deshalb müssen die Fahrzeuge so gebaut sein, dass Fahrgäste und Personal in dieser Zeitspanne möglichst keinen giftigen Rauchgasen ausgesetzt sind und auch die Retter nicht gefährdet werden.

Mehr Sicherheit durch Schaum auf Polyurethan-Basis

Der von der in Kassel ansässigen Hübner-Gruppe entwickelte PUR-Halbhart-Integral-Schaum auf Polyurethan-Basis erfüllt laut Unternehmen die höchsten Anforderungen der europäischen Brandschutznorm EN 455454-2 (R1, HL3). Er schäumt im Brandfall auf und soll Passagiere vor Rauchgasen und Feuer schützen. Der leichte und geschlossenzellige PUR-Schaum eignet sich Herstellerinformationen zufolge auch für die Herstellung sogenannter intumeszierender Formteile für den passiven Brandschutz, die unter Hitzeeinwirkung ihr Volumen vergrößern.

„Sobald die Teile mit Feuer beziehungsweise Hitze in Berührung kommen, beginnen sie zu reagieren. Sie schäumen dann auf und bilden eine isolierende Schutzschicht“, erklärt Patrick Kniemeyer, Key Account Manager bei Hübner.

„Diese verschließt im Fahrzeug vorhandene Restöffnungen und Spalten sowie Kabel- und Rohrdurchführungen und verhindert so die Ausbreitung von Hitze und Rauchgasen. Dies kann insbesondere im Bereich von Tunneln entscheidend für die Evakuierung der Insassen sein“, führt Kniemeyer weiter aus.

Darüber hinaus stelle der neue Spezialschaum die Feuerintegrität von Brandabschnitten her, indem er eine Ausbreitung des Feuer- und Temperaturübertrag auf andere Abschnitte verhindere, so das Unternehmen.

Die neu entwickelten Brandschutzprodukte werden unter der eingetragenen Marke HFP 34 vertrieben. Die hochwertigen witterungsbeständigen Formteile, sind für Einsatztemperaturen von -50°C bis +80°C ausgelegt und werden speziell auf die Wünsche und Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten und individuell hergestellt. Sie besitzen nach Angaben von Hübner hervorragende Lackiereigenschaften, sind zudem halogenfrei und enthalten - trotz ihrer Dauerelastizität - keine Weichmacher. Auch die Fertigung von Einhausungen für besonders zu schützende Bauteile ist aus dem Spezialwerkstoff möglich.

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