Die E-Busse von Scania in Östersund betreibt künftig Nettbuss, das zweitgrößte Busunternehmen in den nordischen Ländern. (Foto: Scania)
Anja Kiewitt

Die Scania AB startet ihren ersten Praxistest mit batteriebetriebenen Elektrobussen im nordschwedischen Östersund. Nach Angaben des schwedischen Nutzfahrzeugherstellers sollen Ende 2017 drei "Scania Citywide LF" den Betrieb in der Stadt aufnehmen. Ab Anfang 2019 sollen sie dann um drei weitere E-Busse ergänzt werden. „Östersund bietet aufgrund des saisonalen Klimas mit kalten Wintern und mäßig warmen Sommern den idealen Rahmen, um die Leistung im operativen Einsatz zu erproben“, erklärt Anna Carmo e Silva, Head of Scania Buses and Coaches.

Bis 2030 ohne fossile Brennstoffe unterwegs

Die Praxistests werden laut Scania in Zusammenarbeit mit der öffentlichen Hand einschließlich der Stadt Östersund und den Verkehrsbetrieben der Region Jämtland Härjedalen sowie dem öffentlichen Energieversorger Jämtkraft durchgeführt. Die Busse werden von Nettbuss, dem zweitgrößten Busunternehmen in den nordischen Ländern, betrieben. Ziel der Stadt Östersund ist es, bis 2030 einen Transport ohne den Einsatz fossiler Brennstoffe auf die Beine zu stellen.

100 Fahrten täglich vorgesehen

Für die Versorgung der sechs Busse an den beiden Endpunkten der 14 Kilometer langen und stark frequentierten Buslinie bauen die Projektpartner zwei neue Ladestationen. Die Ladezeit soll künftig zehn Minuten in Anspruch nehmen und die Busse sollen den Plänen zufolge im 15-Minuten-Takt für insgesamt 100 Fahrten täglich eingesetzt werden.

 

 

 

 

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