Siemens baut Ladeinfrastruktur in Zürich auf

Das Unternehmen hat von den Verkehrsbetrieben Zürich (VBZ) den Zuschlag für die Lieferung, Montage sowie Inbetriebsetzung von 45 eBus-Ladestationen vom Typ Sicharge UC erhalten.

Die Siemens-Ladeinfrastruktur für die neuen der VBZ-Stromer wird im Untergeschoss der Busgarage Hardau installiert. (Foto: Siemens)
Die Siemens-Ladeinfrastruktur für die neuen der VBZ-Stromer wird im Untergeschoss der Busgarage Hardau installiert. (Foto: Siemens)
Martina Weyh

Großauftrag aus Zürich – die Verkehrsbetriebe der größten Schweizer Metropole (VBZ) haben Siemens den Zuschlag für die Lieferung, Montage sowie Inbetriebsetzung von 45 eBus-Ladestationen vom Typ Sicharge UC erteilt. Installiert wird die Ladeinfrastruktur in der Busgarage Hardau, in der künftig 45 neue VBZ-Elektrostromer „betankt“ werden. Der Betrieb der Anlage ist ab Anfang 2022 geplant.

Mit großen Schritten in eine emissionsfreie Zukunft

Zürichs erklärtes Ziel ist es, die direkten Treibhausgasemissionen im Stadtgebiet bis zum Jahr 2040 auf netto null zu bringen. Bis 2030 soll bereits eine Reduktion von mindestens 50 % gegenüber 1990 erreicht werden.

„Mit unserer Strategie „eBus VBZ“ wollen wir zu diesem Ziel beitragen und unseren Busbetrieb bis 2030 weitgehend auf elektrische, emissionsfreie Antriebe umstellen“, so Christoph Rütimann, VBZ-Vizedirektor und Leiter der Technik.

Die VBZ-Busgarage Hardau soll mit 45 Sicharge UC-Ladestationen ausgestattet werden, davon 30 mit einer Ladeleistung von 100 kW und 15 mit 150 kW. Die Ladung der Busse soll dort hauptsächlich über Nacht via Ladekabel und Stecker (CCS-Standard) erfolgen.

Platzsparende Lösung

„Das Besondere an der Lösung für die VBZ ist die Ladekabelzuführung über die Decke. Bestehende Garagen sind oftmals nicht auf die Ausrüstung mit Ladeinfrastruktur ausgelegt, der laufende Betrieb darf dadurch jedoch nicht eingeschränkt werden. Wir werden eine entsprechende Kabelaufhängung installieren, die zudem im Vergleich zu sonst üblichen Kabeltrommeln sehr wartungsarm ist“, so Birgit Dargel, Globale Leiterin Future Grids bei Siemens Smart Infrastructure.

Durch die spezielle Lösung bleiben die Durchfahrwege frei und die ein- und ausfahrenden Fahrzeuge werden nicht behindert.

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