Rheinbahn: Spatenstich für neuen Elektrobusport

Die Fertigstellung ist für die zweite Jahreshälfte 2024 geplant, die Kosten liegen bei rund 30 Mio. Euro – VRR und Stadt Düsseldorf fördern den Neubau.

So soll der neue Elektrobusport der Rheinbahn in Düsseldorf-Heerdt aussehen. (Entwurf: Schüßler-Plan/Visualisierung: VISTRAL 3D Visualisierung)
So soll der neue Elektrobusport der Rheinbahn in Düsseldorf-Heerdt aussehen. (Entwurf: Schüßler-Plan/Visualisierung: VISTRAL 3D Visualisierung)
Martina Weyh

Auf dem Betriebshof der Rheinbahn in Düsseldorf-Heerdt entsteht auf einer Fläche von rund 5.500 m2 ein neuer moderner Busport, der Platz für 60 batterieelektrische Busse und die dazugehörige Ladeinfrastruktur bietet. Gebaut wird auf der Fläche der ehemaligen Bus-Abstellhalle der Rheinbahn, die im April 2021 durch einen Brand zerstört wurde.

Mit einem symbolischen Spatenstich am 30. August gaben der Beigeordnete für Mobilität der Stadt Düsseldorf, Jochen Kral, die Vorstandssprecherin des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR), Gabriele Matz, und Rheinbahn-Vorstand Michael Richarz den Startschuss für den neuen Elektrobusport. Die Fertigstellung ist für die zweite Jahreshälfte 2024 avisiert, die Kosten des von VRR und der Stadt Düsseldorf geförderten Neubaus liegen laut Rheinbahn bei rund 30 Mio. Euro.

„Mit der geplanten Fertigstellung in 2024 ist der Betriebshof Heerdt der erste der insgesamt fünf Betriebshöfe der Rheinbahn, der vollständig für die E-Mobilität ausgebaut ist. Auf den insgesamt 60 Stellplätzen werden die vorhandenen und die sich in Beschaffung befindlichen Batteriebusse während der nächtlichen Betriebspause abgestellt und geladen“, erläutert Rheinbahn-Vorstand Michael Richarz.

Photovoltaikanlage sorgt für eigenen grünen Strom

Nach Angaben des Düsseldorfer Verkehrsunternehmens wird der neue Elektrobusport in zwei Abstellhallen für jeweils 30 batterieelektrische Busse unterteilt und ist damit wesentlich größer als sein Vorgänger – mittig dazwischen ist eine Bus-Waschstraße geplant. Die Ladeinfrastruktur für die insgesamt 60 Busse wird in einem Geschoss über der Abstellfläche angeordnet. Mit einer Photovoltaikanlage auf dem begrünten Dach will die Rheinbahn zudem eigenen, sauberen Strom produzieren. Die Kosten, die in der begleitenden Pressemitteilung mit rund 500.000 Euro beziffert werden, übernimmt die Stadt Düsseldorf zu hundert Prozent.

„Der neue Busport ist das erste Projekt der Solaroffensive, das die Landeshauptstadt Düsseldorf mit rund 500.000 Euro aus dem Klimaschutz-Etat bei der Rheinbahn fördert. Unser Ziel ist es, alle geeigneten Dachflächen der städtischen Liegenschaften mit Photovoltaik (PV) nachzurüsten, sowie alle Neubauten mit PV auszustatten – es ist ein zentraler Baustein im Vorhaben der Landeshauptstadt, bis 2035 klimaneutral zu werden. Große Dachflächen, wie hier beim Busport sind wirtschaftlich betrachtet besonders attraktiv“, so der Düsseldorfer Mobilitäts- und Umweltdezernent Jochen Kral.

100 % des durch die PV-Anlage erzeugten grünen Stroms bleiben in Düsseldorf – die 590 Solarmodule erzeugen pro Jahr rund 195 Megawatt-Stunden Strom.

„Damit werden, wenn der Bundesstrommix zu Grunde gelegt wird, jährlich rund 120 Tonnen CO2-Emissionen vermieden. Zudem ist die Elektrifizierung der Busflotte ein wichtiger Schritt zur Stärkung des klimaneutralen ÖPNV in Düsseldorf“, erklärt Kral weiter.

 VRR und Stadt Düsseldorf fördern den Neubau

Die Mehrkosten für die Ladetechnik werden aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen durch den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) gefördert.

„Mit dieser Förderung unterstützen wir die Rheinbahn nicht nur beim Wiederaufbau ihrer Betriebsanlagen, sondern leisten einen wichtigen Beitrag, um Elektrobusse als ressourcenschonende Alternative zum Diesel langfristig im Verbundraum zu etablieren. Denn der Einsatz von Elektrobussen ist ein nachhaltiger Beitrag zur Reduktion des lokalen Abgasausstoßes und somit ein wesentlicher Punkt für bessere Luft in den Städten“, sagt VRR-Vorstandssprecherin Gabriele Matz.

Der am 30. August im Rahmen des Spatenstichs übergebene Bescheid hat einen Fördersatz von 90 % und ein Volumen in Höhe von 6,1 Mio. Euro.