Der gute Geist von Spiez

Die deutschen WM-Helden von 1954 wurden am Thunersee zu einer echten Mannschaft zusammengeschweißt.

Idyll am Thunersee: Spiez und sein Schloss. (Foto: Jörg Berghoff)
Idyll am Thunersee: Spiez und sein Schloss. (Foto: Jörg Berghoff)
Claus Bünnagel

In der Schweizer Ferienregion Interlaken gibt es einen Ort am Thunersee, der untrennbar mit der Geschichte der deutschen Fußballnationalmannschaft verbunden ist. Er soll jene Grundlagen geschaffen haben, die am 4. Juli 1954 im Berner Wankdorfstadion mit einem 3:2-Sieg gegen favorisierte Ungarn zum Weltmeisterschaftstitel führte. 

Der gute Geist von Spiez hat alles dazu beigetragen, dass die Mannschaft das Wunder von Bern erreichte. (Kapitän Fritz Walter)

Hotel Belvèdére am Thunersee

Zusammen mit Trainer Sepp Herberger haben sie auf ausgedehnten Uferspaziergängen so manche taktische Überraschung ausgetüftelt und die Gegner verwirrt. Im malerischen Hotel Belvèdére waren das Trainerteam, die Fußballer und die Delegation untergebracht, und in der idyllischen Bucht am Thunersee ist der „Geist von Spiez“ entstanden, der aus dem Herberger-Team eine ganz besondere Mannschaft machte. Auch der Schweizer Nationalelf haben die Spiezer Geister gestern Abend geholfen, als sie die französischen Weltmeister aus der Europameisterschaft kegelten. Bleibt zu hoffen, dass sie heute den Weg nach London ins Wembley-Stadion finden. Ein Weg nach Spiez lohnt sich in diesem Jahr auch, um sich die Ausstellung „Ghosts“ des Schweizer Videokünstlers Peter Aerschmann im Spiezer Schloss anzusehen. Weitere Infos unter www.spiez.com.

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