Neue alpine Rofanrunde am Achensee

Mal genussvoll, mal sportlich geht es durch die Brandenberger Alpen. Die neue Tour bietet Berg- und Seeerlebnis sowie echtes Hüttenfeeling.

Eindrucksvolle Aussichten bieten sich während einer Rast am Grubasee. (Foto: Achensee Tourismus)
Eindrucksvolle Aussichten bieten sich während einer Rast am Grubasee. (Foto: Achensee Tourismus)
Claus Bünnagel

Das Rofangebirge ist einer der beiden Gebirgszüge, die den Tiroler Achensee umgeben. Mit der neuen Rofanrunde können Wanderer das Gebiet in den Brandenberger Alpen auf vier Etappen zu Fuß erkunden und auf Hütten übernachten. Bei Bedarf verkürzt die Seilbahn den Zustieg, danach wird’s auch mal fordernd: 1.100 hm, 12 km und eine Gehzeit von über sieben Stunden hat der anspruchsvollste Abschnitt im Gepäck. 

Die Rofanrunde erweitert unser Angebot an Mehrtageswanderungen. Es richtet sich an alle Trittsicheren und Schwindelfreien, die gerne auf steinigem Untergrund wandern und markante Gipfel erklimmen. (Gunther Hochhold, Achensee Tourismus) 

Ein Klettersteigset wird empfohlen und kann im Sportfachhandel in Pertisau und Maurach gegen Gebühr ausgeliehen werden. Die Hüttenübernachtungen kosten ab 10 Euro. Die Expertenbegleitung durch einen Wanderführer schlägt mit 360 Euro pro Tag zu Buche. 

Die Etappen

Von der Talstation der Rofanseilbahn in Maurach geht es direkt zur 1.385 m hoch gelegenen Buchauer Alm und weiter über den Schützensteig zum Durrakreuz. Das Etappenziel, die Erfurter Hütte, liegt direkt neben der Bergstation, so dass man diese Etappe auch durch eine Seilbahnfahrt ersetzen kann. Tourdaten: 850 hm bergauf, zwei Stunden, 4,9 km. Tipp: Der „Airrofan Skyglider“ befindet sich direkt neben der Hütte und verspricht einen luftigen Ritt mit 80 km pro Stunde vom Gschöllkopf in die Tiefe. 

Die mittelschwere Tour am nächsten Tag führt erst bergab und flach dahin, bevor es über ein Almplateau zum Übernachten in der Bayreuther Hütte geht. Tourdaten: 350 hm, 3,5 Stunden, 9,4 km. Um den grasbewachsenen, aussichtsreichen Gipfel der Rofanspitze (2.259 m) und den südlich aufragenden Felszacken des Sagzahnes bei der schweren Variante zu bezwingen, müssen Scharte, Grat und ein mit Stahlseil abgesicherter Felskamin begangen werden, bevor man das Gipfelkreuz des Vorderen Sonnwendjochs passiert. Von hier ist es nicht mehr weit bis zur Bayreuther Hütte. Hinweis: Auf dieser Etappe genügend zum Trinken und Essen einpacken, da es keine Einkehrmöglichkeit gibt. Tourdaten: 690 hm, fünf Stunden, 8,7 km. 

Die dritte und längste Etappe führt u.a. zum Zireiner See, der einer Sage nach goldhaltig sein soll. Der Blick vom 2.299 m hohen Hochiss – höchster Gipfel im Rofan – entschädigt für den sportlichen Aufstieg – das Gelände ist felsig und teilweise gesichert, die Steige sind schmal. Über den Enzianweg geht es weiter zur Dalfaz Alm, die vor allem für ihren guten Kaiserschmarrn bekannt ist. Tourdaten: 1.000 hm bergauf, 7,5 Stunden, 11,9 km. 

Bevor es wieder ins Tal zum Ausgangspunkt zurückgeht, kann man auf der Dalfaz Alm noch die Sennhütte aus dem Jahr 1664 mit den alten Milchverarbeitungsgeräten besichtigen. Dann führt die Route nahezu ohne Steigung entlang der Durrawand über einen steinigen Weg zur nicht bewirtschafteten Durraalm und weiter in Serpentinen hinab nach Maurach. Tourdaten: kein Anstieg, zwei Stunden, 4,1 km. 

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