Restart Reisebusverkehr: Ergebnisse der bdo-Umfragen

90,5 % der Befragten sehen keine Praktikabilität in der Wiederaufnahme des Reisebusgeschäfts, solange bundeseinheitliche Regelungen fehlen.

Das derzeitige Verordnungschaos mit einem deutschlandweiten „Flickenteppich“ von Coronabestimmungen ist das Hauptproblem bei der Wiederaufnahme von touristischen Busverkehren. (Grafik: bdo)
Das derzeitige Verordnungschaos mit einem deutschlandweiten „Flickenteppich“ von Coronabestimmungen ist das Hauptproblem bei der Wiederaufnahme von touristischen Busverkehren. (Grafik: bdo)
Claus Bünnagel

Die deutsche Reisebusbranche kann nach Monaten des Berufsverbotes den Restart planen. Doch die Wiederaufnahme des Geschäfts wird aufgrund der unterschiedlichen Corona-Schutzverordnungen der Bundesländer massiv erschwert. Das Verordnungschaos führt zu einem deutschlandweiten „Flickenteppich“, der weder für Reiseunternehmen noch Kunden nachvollziehbar ist. Dies belegen die Ergebnisse zweier bdo-Umfragen.

Anhand der bdo-Umfrage zum Restart der Reisebusbranche (Teilnehmeranzahl: 514) zeigt sich Folgendes: 

  • 90,5 % der Befragten sehen keine Praktikabilität in der Wiederaufnahme des Reisebusgeschäfts, solange bundeseinheitliche Regelungen fehlen
  • 56,6 % geben an, dass sie bei weiteren regional unterschiedlichen Verordnungen ihre Betriebe nur zu 20 % des Vorkrisenniveaus wieder hochfahren können
  • An eine Geschäftswiederaufnahme zwischen 20 bis 50 % des Vorkrisenniveaus glauben nur 34 % der Befragten
  • 1 % der Umfrageteilnehmer kann sich vorstellen, innerhalb dieses „Flickenteppichs“ wieder annähernd dasselbe Geschäftsniveau wie zur Vorkrisenzeit zu erreichen
  • Bei diesen Aussichten ist nachvollziehbar, warum auch 56,3 % der Umfrageteilnehmer von der bdo-Umfrage des Monats Mai (Teilnehmeranzahl: 231) zurzeit keinen Nutzen in der Verwendung von Kontaktnachverfolgungsapps unter den derzeitigen Betriebseinschränkungen sehen

Die Umfrageergebnisse finden Sie im Anhang.

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