bdo-Umfrage: Auswirkungen von 9-Euro-Ticket & Tankrabatt auf die Branche

Die aktuelle Umfrage des Bundesverbandes Deutscher Omnibusunternehmen (bdo) zeigt, dass es innerhalb der Branche erhebliche Verwerfungen bei Fernbus- und Gelegenheitsverkehren gab. Fahrgäste, die früher den Reisebus nutzten, waren in den letzten drei Monaten in vielen Fällen bevorzugt mit dem Bahn-Regionalverkehr unterwegs. Fernbusunternehmen mussten im Aktionszeitraum Fahrgastrückgänge von über 80 % verkraften.

(Grafik: bdo)
(Grafik: bdo)
Martina Weyh

Erhebliche Verwerfungen bei Fernbus- und Gelegenheitsverkehren in den vergangenen drei Monaten - das 9-Euro-Ticket bescherte der Branche teils Fahrgastrückgänge von über 80 % - das zeigt die aktuelle Umfrage des Bundesverbandes Deutscher Omnibusunternehmen (bdo). Daher müssten bei sämtlichen Nachfolgedebatten für ein Klimaticket auch die Fernbusse berücksichtigt werden, so der logische Schluss der bdo-Hauptgeschäftsführerin, Christiane Leonard. 

„Für ein mögliches Nachfolgeticket muss neben dem garantierten finanziellen Ausgleich für Mindereinnahmen und Kostensteigerungen auch sichergestellt sein, dass Wettbewerbsverzerrungen zu Lasten des umweltfreundlichen Reisebusses verhindert werden“, so Leonard.

Darüber hinaus sei eine einheitliche Mehrwertbesteuerung für alle Busfahrten zwingend erforderlich. Egal ob über oder unter 50 km – wie bei der Eisenbahn müsse auch beim Bus immer der reduzierte Mehrwertsteuersatz gelten, fordert der Branchenverband.

An der Umfrage beteiligten sich nach Angaben des bdo 410 Unternehmen deutschlandweit. Die detaillierten Ergebnisse der Befragung sind unter der Meldung downloadbar.

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