VPR gegen Übernachtungssteuer in Rom

Verband kritisiert die immer unübersichtlichere Situation
Redaktion (allg.)
Der Internationale Verband der Paketer VPR hält im Einklang mit dem DRV und dem RDA die zu Beginn des Jahres von der Stadtverwaltung in Rom eingeführte Übernachtungssteuer für äußerst schädlich. Er hat in einem vom Stellvertretenden VPR-Vorsitzenden Franz-Josef Münchrath verfassten Protestschreiben an den Präsidenten des Confturismo Confcommercio Rom, Bernabò Bocca, deutlich gemacht, welche negativen Einflüsse die neue Steuer auf die Rom-Reisen deutscher Bus- und Gruppenreiseveranstalter hat. Auch die VPR-Vorsitzende Karin Urban betont: „In unserer neuen VPR-Trendstudie Trendometer 1/2011 wurde unter anderem festgestellt, dass Italien im europäischen Länder-Ranking der beliebtesten Destinationen erfreulicherweise zulegen konnte. Nun wird die gestiegene Nachfrage wieder ausgebremst. Die Bettensteuer macht Rom-Reisen für den Gast teurer, da kann auch die Befreiung für Busfahrer und Reiseleiter ab einer Gruppengröße von 25 Personen nicht hinwegtäuschen.“ Franz-Josef Münchrath, der als Geschäftsführer des Italien-Paketers Italweg-Reisen im intensiven Kontakt mit den italienischen Behörden steht, zeigt sich besorgt über die neue Steuer: „Auch wenn die Ausweitung der Rom-Bettensteuer auf ganz Italien zunächst vom Tisch ist, beerdigt ist sie wohl noch nicht, denn die Regierung prüft die Einführung per Dekret, wogegen sich jedoch ein breiter Widerstand entwickelt. Die neue Steuer wäre ein, im wahrsten Sinne des Wortes, großer Unsinn. Aber auch in Deutschland wird die Lage bezüglich Übernachtungssteuern, Kulturtaxen und sonstigen neuen Abgaben immer unübersichtlicher. Man hat den Eindruck, jede Kommune macht etwas anderes und am Ende zahlt der Reisende die Zeche.“
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