bdo beklagt Ergebnisse der Bund-Länder-Konferenz

Angesichts möglicher Lockerungen kritisiert der Branchenverband die weiterhin fehlende Perspektive für die Reisebranche.

„Der Bus bietet beste Voraussetzungen für einen verantwortungsbewussten Neustart für den Reiseverkehr in der bevorstehenden neuen Pandemiephase mit einer wachsenden Zahl von Geimpften“, sagt bdo-Hauptgeschäftsführerin Christiane Leonard. (Foto: bdo)
„Der Bus bietet beste Voraussetzungen für einen verantwortungsbewussten Neustart für den Reiseverkehr in der bevorstehenden neuen Pandemiephase mit einer wachsenden Zahl von Geimpften“, sagt bdo-Hauptgeschäftsführerin Christiane Leonard. (Foto: bdo)
Martina Weyh

Keine Verbesserungen für die Busbranche - die auf den 22. März verschobene Entscheidung zu möglichen Lockerungen im Reisesektor verwehrt den Bustouristik-Unternehmen erneut jegliche Planbarkeit, obwohl diese sich seit Langem umfänglich auf einen Restart vorbereitet sind, moniert der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo) mit Blick auf die Ergebnisse der gestrigen Bund-Länder-Konferenz.

Der Branchenverband appelliert an die Politikverantwortlichen in Bund und Ländern, die Zeit bis Ende März jetzt gut zu nutzen. Es müssten schnell die Kapazitäten und Konzepte für eine umfassende und wirksame Teststrategie geschaffen werden, die neue Freiheiten ermögliche. Des Weiteren brauche es ein klares einheitliches Regelwerk, das Bewegungsfreiheit für die wachsende Zahl der Geimpften ermögliche – für ganz Deutschland und Europa, so die Position des Verbandes.

Mit großer Sorge beobachte der bdo, dass die Verhandlungen gestern auf einen erneuen Flickenteppich bei den Beherbergungen schließen lassen. Regionale Alleingänge und die damit verbundenen Unklarheiten sowie Ungerechtigkeiten müssten unbedingt vermieden werden.

Am Mittwoch hatte bdo-Hauptgeschäftsführerin Christine Leonard die Position der Busunternehmen gegenüber den Mitgliedern des Tourismusausschusses des Deutschen Bundestages im Fachgespräch zum Thema „Neustart des Tourismus“ vorgetragen. Dabei verwies sie auf das vorliegende Konzept für den verantwortungsvollen Restart der Branche und die guten Voraussetzungen für ein möglichst sicheres Reisen in Bussen.

Ein Kernargument dabei: Die Luft in einem modernen Reisebus wird im normalen Außenluftbetrieb mindestens jede Minute komplett ausgetauscht. Zudem hat eine Studie der TU-Berlin ergeben, dass bei einer gleichen Verweildauer und Tragen einer Maske das Corona-Ansteckungsrisiko im Supermarkt doppelt so hoch ist wie im Bus. Darüber hinaus wird die Hauptkundengruppe in der Bustouristik – ältere Menschen – zeitnah durch eine hohe Durchimpfungsrate geschützt sein.

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