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ÖPNV-Transparenzregister ist online

Wesentliche verfügbare Informationen über die vergebenen Leistungen im öffentlichen Verkehr sind nun erstmals für alle zentral einseh- und vergleichbar.

Die Mitglieder des wissenschaftlichen Projektteams der Hochschulen Heilbronn und Worms und die Vertreter der am ÖPNV-Transparenzregister beteiligten privaten Verkehrsunternehmen. (Foto: bdo)
Die Mitglieder des wissenschaftlichen Projektteams der Hochschulen Heilbronn und Worms und die Vertreter der am ÖPNV-Transparenzregister beteiligten privaten Verkehrsunternehmen. (Foto: bdo)
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Martina Weyh

Von der privaten Buswirtschaft in Auftrag gegeben – zu den Initiatoren gehören der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo) sowie Transdev Deutschland, Netinera Deutschland und DB Regio Sparte Bus – bereitet das ÖPNV-Transparenzregister wesentliche Informationen über vergebene Leistungen zentral und vor allen Dingen transparent vergleichbar auf und gibt politischen Entscheidungsträgern, Verkehrsunternehmen, sowie Bürgerinnen und Bürgern in Zukunft eine Übersicht über die bundesweite Entwicklung bei der Vergabe von Aufträgen im Bus-Sektor. Das erklärte Ziel: mehr Klarheit – und in der Folge für mehr Fairness – im Wettbewerb.

„Die Europäische Kommission hat sich in Hinblick auf die Vergabe von Verkehrsleistungen ausdrücklich Transparenz gewünscht und diese vorgesehen. Das geschah aus gutem Grund: Man wollte Kundinnen und Kunden schützen und guten Angeboten zum Erfolg verhelfen. In der Praxis gelangten wir hierbei in Deutschland aber leider aufgrund der vielgliedrigen Vergabelandschaft und einer unübersichtlichen Darstellung der Zahlen nicht zum Ziel. Das wird sich jetzt ändern“, kommentierte bdo-Präsident Karl Hülsmann bei der heutigen Vorstellung den Einsatz des Online-Tools.

Die neue Plattform, die die von der EU-Kommission gewünschte Markttransparenz sicherstellen soll, ist zunächst auf fünf Jahre angelegt und bis Januar 2020 in einer Beta-Version online, „die allen nochmals die Möglichkeit gibt, Daten zu ergänzen“, so Prof. Dr. Jens Hujer, der im Projektteam die Erstellung der Website und das Einstellen der Daten koordiniert. Laut bdo zeigt sie aber bereits alle entscheidenden Funktionen, die ab nächstem Jahr dann im Regelbetrieb verfügbar seien werden. Vorgesehen sind neben einer fortwährenden Aktualisierung des Online-Tools auch jährliche Berichte. Geplant ist der erste für den kommenden Frühling.

Was das Transparenzregister bietet

Im ÖPNV-Transparenzregister sind wesentliche Informationen über die vergebenen Leistungen im öffentlichen Straßenpersonenverkehr vergleichbar zusammengetragen, zentral an einer Stelle und für jeden zugänglich. Bislang war es nicht möglich, die vorhandenen Daten auf gleicher Ebene miteinander zu vergleichen, was daran lag, dass die Informationen laut bdo jeweils nur einzeln – oder mitunter nur lückenhaft – zu finden waren und darüber hinaus auch in sehr unterschiedlich aufbereiteter Form.

Das wissenschaftliche Team der Hochschulen Heilbronn und Worms hat im Rahmen des Projekts darangemacht, die öffentlich verfügbaren Leistungs- und Finanzdaten von mehr als 400 ÖPNV-Aufgabenträgern in Deutschland zusammenzutragen und in eine einheitliche, Form zu bringen. Diese können nun mittels verschiedener Sortierfunktionen im Transparenzregister vergleichbar aufbereitet werden. Dabei werden nicht nur gezielt Werte gesucht und einander gegenübergestellt, sondern auch die Qualität der jeweiligen Datenlage offengelegt.

Die verarbeiteten Daten zum heutigen Start fußen auf den Zahlen des Jahres 2017 und bilden bdo Informationen zufolge, den derzeit aktuellsten verfügbaren Zeitraum ab.

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