Erleichterung in der Busbranche: Zwangsmaut abgewendet

Der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo) hat Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer für seinen Einsatz in Brüssel gedankt.

Ermutigendes Signal in schweren Zeiten – die Bus-Maut kommt nicht. (Foto: bdo)
Ermutigendes Signal in schweren Zeiten – die Bus-Maut kommt nicht. (Foto: bdo)
Martina Weyh

Der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo) begrüßt die in Brüssel gefällte Entscheidung der Verkehrsminister der EU-Staaten, keine Zwangsmaut für Busse einzuführen. Die Entscheidung gegen die drohende Bus-Maut, die wie ein Damoklesschwert über der Branche hing, sei enorm wichtig für die weitere Reduzierung des Abgasausstoßes im Verkehrssektor, für die Interessen von Millionen Fahrgästen und für die wirtschaftliche Zukunft der mittelständischen Busunternehmen, kommentiert der bdo das erfreuliche Verhandlungsergebnis..

Nachfolgend wird es jetzt in in der EU zum Trilog kommen, bei dem die Kommission, das Parlament und der Rat über den finalen Gesetzestext verhandeln werden – ein Prozess, den der bdo weiter aktiv begleiten will.

„Diese Entscheidung gegen eine Bus-Maut ist der einzig logische und richtige Schritt im Sinne von Klimaschutz und Verkehrswende. Wenn wir endlich von der Konzentration auf Pkw und Flieger wegkommen wollen, dann müssen wir Bus und Bahn konsequent stärken. Die angedachte Zwangsabgabe für Busfahrten hätte genau das direkte Gegenteil bewirkt und wäre daher ein großes Hindernis für die so dringend benötigte Verkehrswende gewesen. Unser ausdrücklicher Dank geht an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, der sich erfolgreich gegen eine drohende Zwangsmaut für Busse eingesetzt hat. Er hat damit im Interesse der Millionen Fahrgäste gehandelt, die auf den Bus als kostengünstiges, flexibles und umweltfreundliches Verkehrsmittel angewiesen sind. Zudem hat Bundesminister Scheuer mit seinem starken Engagement gegen die Busmaut auch ganz direkt die derzeit schwer angeschlagenen Busunternehmen in Deutschland geschützt, die wie kaum eine andere Branche unter der Corona-Krise leiden und unverzichtbar für den öffentlichen Personenverkehr in Deutschland sind“, so bdo-Präsident Karl Hülsmann über die von den EU-Verkehrsministern gefällte Entscheidung.

Der Branchenverband hatte in den zurückliegenden Monaten massiv gegen die – unter anderem vom Europäischen Parlament – angedachte Zwangsabgabe für den öffentlichen Personenverkehr mit Bussen gekämpft.

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