bdo befürchtet Millionenschaden für Busunternehmer durch Grenzkontrollen

Durch Staus und Verzögerungen droht der Verlust von Fahrgästen.
Julia Lenhardt

Der bdo Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer e. V., Berlin, sieht einen drohenden Millionenschaden für Busunternehmer durch die innereuropäischen Grenzkontrollen. Gemeinsam mit der International Road Transport Union mit Sitz im schweizerischen Genf appelliert der bdo an die Bundesregierung und die Europäische Kommission, dass die Kontrollen eine Ausnahme bleiben sollen. Auch der DRV Deutscher Reiseverband e. V., Berlin, sieht durch die Grenzkontrollen eine Einschränkung der Reisefreiheit und spricht sich gegen die Kontrollen aus.

Mittelständische Unternehmen belastet

Längere Wartezeiten und Staus an den Grenzen zu Frankreich und Österreich sowie am Ärmelkanal führen laut bdo zu einer Störung des Betriebsablaufs, was enttäuschte Fahrgäste sowie erhöhte Betriebskosten nach sich ziehe. Es drohe der Verlust von Stammgästen und finanzielle Einbußen. Besonders mittlere und kleinere Unternehmen mit geringen Gewinnspannen seien davon betroffen.

Identitätsprüfung erforderlich

Ein weiteres Problem für die Fernlinien- und Reisebusunternehmen sei die verlangte Identitätskontrolle der Passagiere, so der bdo. Es entstünden zusätzliche Kosten durch längere Aufenthalte an den Busterminals. Zudem seien die Fahrer nicht geschult, um die Echtheit der Dokumente zum Grenzübertritt kontrollieren zu können. Bei Unstimmigkeiten drohen laut bdo jedoch hohe Strafen.

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